Augenabteilung
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Leistungsspektrum und medizinische Schwerpunkte

 

 

Die Augenabteilung hat ihren Betrieb am 1. September 1994 aufgenommen.

Die Station und die Operationssäle wurden nach den modernsten medizinischen Erkenntnissen eingerichtet. Außerdem wurden die modernsten Laser-Geräte angeschafft.

 

Leistungsspektrum und medizinische Schwerpunkte:

Mikrochirurgie des grauen Stars

Laserchirurgie

Diabetische Augenveränderungen

Hornhautchirurgie

Glaskörperchirurgie

Netzhautchirurgie

Mikrochirurgie des grünen Stars

Photodynamische Therapie (PDT)

Kinderophthalmologie

 

Diagnose

Modernste Geräte und Methoden kennzeichnen auch den diagnostischen Bereich:

 

  • Echographie mit A- und B-Bild zur Diagnose und Abklärung intraokularer Tumoren
  • Zur Netzhautdiagnostik steht ein modernst ausgestattetes Fluoreszenzangiographiegerät zur Verfügung
  • Hornhauttopographie zur besseren Diagnose von Hornhauterkrankungen
  • Für die Hornhautdickenmessung steht ein Hornhautpachymeter zur Verfügung
  • Automatischer Refraktometer
  • Bei Glaskörperblutungen kann mit Echographie festgestellt werden, ob die Netzhaut anliegend oder abgehoben ist
  • Compterbiometriegeräte
  • Compterperimetrie und Goldmannperimetrie zur Bestimmung von Gesichtsfeldausfällen bei Patienten mit Grünem Star und neuroophtalmologischen Fragestellungen
  • Fundus- und Spaltlampenphotographie
  • Laser-Scanning-Ophtalmoskop

 

 

Die Arbeitsschwerpunkte der Augenabteilung sind chirurgisch dominiert, mit einem Schwergewicht auf den für den Patienten besonders schonenden Methoden der Mikrochirurgie und Laserchirurgie.

 

Nach der weltweit modernsten Methode, der Phakoemulsifikation, geht das Team der Abteilung in der Kataraktchirugie vor. Bei dieser mikrochirugischen Operation des Grauen Stars wird durch einen drei Millimeter langen Schnitt nach Ultraschallentfernung der getrübten Linse eine faltbare neue Kunststofflinse implantiert. Wenn keine andere Grunderkrankung vorliegt, beträgt die Erfolgsrate über 98 Prozent. Die Stärke der zu implantierenden Linse wird vorher mittels Biometrie genau vorausberechnet. Die Augenabteilung verfügt über ein sehr großes Linsenlager, sodaß für jeden Patienten die geeignete Linse vorhanden ist.

 

Die Behandlung des grünen Stars wird je nach Schweregrad konservativ oder mittels Operation durchgeführt. Es kommen mikrochirurgische, fistulierende Operationen oder Laser-Operationen zur Anwendung.

 

Hornhauttransplantationen werden mit dem geführten Trepansystem oder mit den Handtrepanen (Geuder), das eine exakte Parallelität der Schnitte bei Spender und Empfänger ermöglicht, durchgeführt.

 

Amniontransplantationen werden bei schweren Verätzungen oder Ulcera der Hornhaut durchgeführt.

 

Glaskörperchirurgie bei Glaskörperblutungen, z.B. bei Diabetikern mit proliferativer Vitreoretinopathie. Vor der Operation wird mittels Echographie die Situation der Netzhaut genau abgeklärt. Diese Glaskörperoperationen werden unter Weitwinkelbeobachtung mittels Biom durchgeführt, wodurch sich ein besserer Überblick der Netzhaut ergibt.

 

Alle Formen der Netzhautablösung (Ablatio retinae) können operativ versorgt werden. Es kommen Operationen mit innerer und äußerer Tamponade zur Anwendung (Silikonschaumplombe, Cerclage, intravitreale Gase).

 

Schwerste Augenverletzungen (Bulbus- und Lidverletzugen) werden an der Augenabteilung rund um die Uhr mikrochirurgisch versorgt.

Alle Formen der proliferativen Vitreoretinopathie können an der Augenabteilung operiert werden, wobei auch Perfluorkarbone und Silikonöle zum Einsatz kommen.

 

Operation des Makulaforamens der Netzhaut hier wird nach Vitrektomie des Glaskörpers das zentrale Netzhautloch durch mikochirurgische Manipulation verschlossen und Gas in den Glaskörperraum insuffliert.

 

Schieloperationen werden im Eingriffsraum der Ambulanz durchgeführt.

 

Lidoperationen (Ektropium, Entropium, Ptose, Blepharochalasis, Chalzion, etc.) und plastische Chirurgie (Tumore) werden ebenfalls im Eingriffsraum der Ambulanz durchgeführt.

 

Für Laseroperationen kommen Argon-, YAG- und Dioden-Laser zum Einsatz.

Bei Durchblutungsstörungen und bei gewissen Formen der Netzhautverkalkung

kommt der Argon-Laser zur Anwendung, bei Kapselfibrosen der YAG-Laser.

 

Die Augenabteilung des Donauspitals wendet seit Herbst 1999 als erstes Spital in Österreich (neben dem AKH) die photodynamische Therapie (PDT) bei gewissen Formen der Netzhautverkalkung an. So kann bei vielen Patienten mit seniler Makulopathie ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden.

 

90 Prozent der Operationen werden in Lokalanästhesie durchgeführt. Klassische Musik im Operationssaal sorgt bei Patienten wie bei OP-Team für entspannte Atmosphäre und erspart oftmals aufwendigere OP-Vorbereitungen.

 

Der Abteilung für Augenheilkunde obliegt auch die ophtalmologische Betreuung der Kinderstation, von der Frühgeborene mit Retinopathien zugewiesen werden, die mit einem Screening engmaschig diagnostiziert werden. Wenn notwendig, werden die Säuglinge mit Kryo- oder Dioden-Laser frühzeitig behandelt.

In der Sehschule wird die Frühdiagnostik zur Amblyopieerkennung durchgeführt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet, wodurch die Schwachsichtigkeitsentwicklung bei Kleinkindern verhindert wird.

 

 

 

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