Am 17. Juni 2015 startete die Reise nach Hamburg. Kaum angekommen machten wir uns auf den Weg in Richtung Schefflerheim, welches im Herzen von Wilhelmsburg liegt. Diese Einrichtung dient der umfassenden Pflege, Versorgung und Betreuung psychisch erkrankter und pflegebedürftiger Menschen, welche nicht mehr imstande sind einen eigenen Haushalt zu führen. Nach einem  inspirierenden Vortrag von Frau Scheffler ging es weiter nach Altona zum Jüdischen Friedhof. Der knapp 1,9 Hektar große Jüdische Friedhof Altona ist der älteste jüdische Friedhof im heutigen Hamburg und der älteste portugiesisch-jüdische Friedhof in Nordeuropa. Wegen seines Alters und seiner einzigartigen Grabkunst wurde er 1960 unter Denkmalschutz gestellt.

Am nächsten Tag führte uns das Programm nach Schöneberg zum Kinder-Hospiz Sternenbrücke. Diese Einrichtung kann zwölf schwerstkranke junge Menschen bis zu einem Alter von 27 Jahren und deren Familien für mindestens 28 Tage im Jahr zur Entlastungspflege aufnehmen – in der letzten Lebensphase unbegrenzt. Von der Diagnosestellung an, während der oft langen Erkrankungszeit, in der letzten Lebensphase und auch über den Verlust hinaus ist die Sternenbrücke für die ganze Familie da. So eine Einrichtung gibt es in Österreich leider noch nicht. Nach dem emotional belastenden Vortrag fand ein gemeinsamer Austausch zur Verarbeitung des Gehörten statt.

Der Dritte Tag unserer Reise führte uns in die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Bürgerweide. Nach einer Führung durch das Bildungszentrum, bekamen wir einen Vortrag über die Pflegeausbildung in  Hamburg und Deutschland. Der spätere Austausch mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern war für alle Beteiligten sehr interessant und zeigte positive und negative länderübergreifende Aspekte auf.  Anschließend fuhren wir  zum Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort wurden wir von einem Stationspfleger durch die Intensivstation  und durch die Kardiologie geführt. Sofort fielen uns die Unterschiede der Arbeitszeit der Pflegepersonen auf, es gibt keine 12-Stunden Dienste, sondern 3 Schichten mit je 7,5 Stunden. Besonders der Outsourcebetrieb  funktioniert in diesem Klinikum sehr gut und die Pflegekräfte können sich auf ihre Tätigkeiten konzentrieren.

Impressionen von der Studienreise


Wir bedanken uns bei allen, die uns diese Reise ermöglichten und diese zu einem positiven Erlebnis gemacht haben.


Mario Galowsky und Christopher Karner in Namen des Jahrganges 2013/2016 A+B

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