Nächste Etappe der Weiterentwicklung des OWS-Geländes

"Das Medizin-, Natur- und Jugendstiljuwel Otto-Wagner-Spital wird unter dem Motto „Mehr Lebensqualität für alle“ weiter entwickelt. Mit der Konzentration der Spitalsfunktionen im westlichen Teil des Otto-Wagner-Spitalsgeländes erreichen wir eine höhere Qualität in der Gesundheitsversorgung vor Ort und schaffen gleichzeitig wunderschöne Wohnmöglichkeiten für künftige Bewohner/innen", erklärte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Dienstag. Der Eigentümerwechsel einer rund 26.000 Quadratmeter umfassenden Fläche im äußersten Osten des Areals für rund 8,9 Millionen Euro vom Wiener Krankenanstaltenverbund zur gemeindeeigenen GESIBA bildet den nächsten Schritt der bereits im Jahr 2006 präsentierten Spitalsreform. Die GESIBA will dort ab 2010 Initiativen im sozialen Wohnbau setzen. KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold: "Möglich wird die Zentralisierung der Spitalsfunktionen auf dem Westteil des Geländes durch den Bau des neuen Krankenhauses Nord und durch die schrittweise Dezentralisierung der Psychiatrie. Die Mittel für die Veräußerung des Geländeteils und eine durchdachte Neuausrichtung unserer Spitalsstandorte helfen uns bei der Finanzierung der Vorhaben. In dieser Phase werden lediglich 3,5 Prozent der gesamten Liegenschaft veräußert." Auch die bauliche Sanierung der einzigartigen Jugendstilanlage kann so für die Wiener/innen gewährleistet werden.

Im Rahmen eines Vorvertrages sichert sich die GESIBA auch die Option für weitere 36.000 Quadratmeter der Fläche. Diese grenzen unmittelbar an das nun zum Verkauf stehende Grundstück. Der wertgesicherte Kaufpreis beträgt dafür rund 14,1 Millionen Euro. Die schrittweise Freigabe dieser Fläche durch den KAV wird allerdings erst nach 2011 spruchreif.

GESIBA-Prokurist Ing. Werner Windisch unterstrich: "Bis 2015 sollen rund 620 hochwertige Wohnungen auf dem Gelände entstehen." Rund zwei Drittel der Wohnungsfläche sollen gefördert, ein Drittel frei finanziert werden. "Alle Auflagen des Denkmalschutzes werden eingehalten."

Selbstverständlich wird weder auf den so genannten Steinhofgründen noch auf den als Grünflächen gewidmeten Teilen des Areals gebaut. Basis für alle Pläne ist der schon 2006 beschlossene Widmungsplan, der für die Sicherung aller Grünflächen sorgt. Auch die erst kürzlich eröffnete Halle für die Pferdetherapie sowie die Gärtnereigebäude sind nicht Gegenstand der Verkaufsüberlegungen. Auch zur Sicherung des Baumbestandes am künftigen Wohnungsgelände hat es bei den Verkaufsgesprächen Auflagen für einen möglichst schonenden Umgang gegeben. "Für die GESIBA ist klar, dass das Naturjuwel auf der Baumgartner Höhe für die Wiener/innen von größter Bedeutung ist", so Windisch.

Generaldirektor Marhold verwies auf die Einbindung der Mitarbeiter/innen des Otto-Wagner-Spitals bei den Zukunftsplänen: "Wir haben morgen, Mittwoch, eine Mitarbeiter/innenversammlung, im Rahmen der wir über den aktuellen Stand berichten." Absiedlungen stünden übrigens erst in einigen Jahren auf dem Tapet. "Mit allen Kolleg/innen gibt es detaillierte Gespräche über individuelle Arbeitsplatzwünsche. Beim KAV muss sich niemand fürchten. Wir wissen genau, dass unsere topqualifizierte Belegschaft unser größtes Kapital ist."

 

Nachstehend finden Sie die Grafiken des Otto-Wagner-Spitals zum Downloaden:
frei von Rechten Dritter bei Nennung des Wiener Krankenanstaltenverbundes

Otto-Wagner-Spital Grundriss, Foto: Wiener Krankenanstaltenverbund
Bild in Druckqualität 300dpi

Otto Wagner Spital, Grundriss; Foto: Wiener Krankenanstaltenverbund
Bild in Druckqualität 300dpi

 

Rathauskorrespondenz, vom 4. Juni 2008

 

 

Beitrag vom: 03.06.2008

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