Gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung mit Ambulanz, Pavillon 28

 

Ambulanz für Endometriose

Telefon: (+43 1) 491 50-4710

Ambulanzzeiten: Montag, 09:00 bis 12:00 Uhr

Anmeldung: Nach telefonischer Terminvereinbarung (Montag bis Freitag, 12:00 bis 15:00 Uhr)

 

Team: OA Dr. A. Krell, OA Dr. P. Lozano, Dr.in S. Pempelfort, Dr.in G. Sula, Ass. Dr.in V. Bruno, Ass. Dr. A. Bayoumi, Ass. Dr.in C. Pencik, Ass. Dr.in S. Wolf

 

Einleitung


Endometriose ist die häufigste gutartige gynäkologische Erkrankung. Bis zu 15 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von Endometriose betroffen. Bei Endometriose kommt die Schleimhaut, die die Gebärmutter auskleidet und normalerweise bei der Regelblutung abgeblutet wird, auch an anderen Stellen im Körper vor.
Am häufigsten sind die Eierstöcke (Endometriosezysten), das Bauchfell, die Gebärmuttermuskulatur (Adenomyose), seltener die Scheide, Darm oder Harnblase von Endometriose betroffen.
Die Ursache für das Auftreten von Endometriose ist nach wie vor unbekannt, es existiert auch keine primäre Prophylaxe, das heißt vorbeugende Maßnahmen, um die Entstehung von Endometriose zu verhindern.

Symptome

Endometriosepatientinnen leiden meist unter sehr starken Schmerzen während der Regelblutung (Dysmenorrhoe) und unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie). Auch chronische, nicht zyklusabhängige Unterbauchschmerzen sowie Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Harnlassen während der Menstruation können – je nach Ausprägung der Erkrankung – auftreten. Etwa 30 Prozent der Endometriosepatientinnen leiden unter unerfülltem Kinderwunsch.

Diagnostik

Bei Ihrem Besuch in der Endometrioseambulanz wird zunächst eine ausführliche Anamnese (Befragung bzgl. der Symptome, Vorerkrankungen etc.) erhoben. Dann erfolgt eine gynäkologische Untersuchung inklusive Transvaginalsonographie (Scheidenultraschall). Spezifische Fachkenntnisse sind erforderlich, um den Ultraschall richtig zu deuten bzw. Wucherungen per Scheidenultraschall und Tastuntersuchung festzustellen. Die Spezialisten und Spezialistinnen unserer Ambulanz unter Leitung von OA. Dr. Alexander Krell bieten eine rasche und exakte Diagnose. Im Falle des Vorliegens von tief infiltrierender Endometriose sollte auch mindestens einmal jährlich eine Ultraschalluntersuchung der Nieren durchgeführt werden, die wir auch im Rahmen Ihres Ambulanzbesuches anbieten.

Therapie

Endometriose ist eine meist chronisch verlaufende Erkrankung. Ziel der Therapie ist es die Lebensqualität der betroffenen Frau zu verbessern beziehungsweise wiederherzustellen. Darüber hinaus sollen Schäden an inneren Organen (wie Eileiter, Eierstöcke, Harnleiter und Nieren) und Verwachsungen verhindert werden.
Die Therapieoptionen bestehen aus symptomatischer Schmerztherapie, hormonelle Therapien („Pille“, Hormonspirale, 3-Monatsspritze, etc.) und chirurgischer Sanierung der Endometrioseherde.
Welche die für die Patientin richtige Therapiestrategie ist hängt von der Hauptbeschwerde der Patientin, der Lokalisation der Herde, dem etwaigen Vorliegen eines Kinderwunsches sowie den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Patientin ab.
Eine chirurgische Sanierung von Endometrioseherden wird im Wilhelminenspital mittels „Knopfloch-Chirurgie“ (Laparoskopie)durchgeführt. Bei dieser Operationsart werden nur vier kleine (etwa 1cm lange) Narben am Bauch zurückbleiben. Ein Bauchschnitt ist nur in Einzelfällen nötig.
Auch Fälle von tiefinfiltrierender Endometriose im Bereich des Darms oder der Harnblase können bei uns durch unsere gute Kooperation mit der urologischen und chirurgischen Abteilung behandelt werden.

 

 

 

 

 

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Martina Cerny / WEB-Redaktion