Chronische Hämodialyse Pav. 19
« 6. Medizinische Abteilung mit Nephrologie und Dialyse mit Ambulanz, Pavillon 17, 19, 29

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Medizinische Schwerpunkte

 

 

Bei gesunden Personen sorgen die Nieren für die Entfernung von Giftstoffen und Flüssigkeit. Wenn die Nieren nicht funktionieren, so kann eine Maschine dies übernehmen.
Im Wilhelminenspital ist die Blutwäsche oder auch Hämodialyse seit über 30 Jahren etabliert.
Durch laufend verbesserte Methoden und Therapiestrategien sowie die Behandlung von Begleiterkrankungen wie coronarer Herzkrankheit leben die Patienten an der Dialyse länger und es können auch ältere Patienten erfolgreich behandelt werden.
Jeder Patient kommt 3x pro Woche und wird für jeweils 3-5 Stunden dialysiert. Die Dauer ist von verschiedenen Faktoren wie Restnierenfunktion und Körperoberfläche abhängig. Dies erscheint lange - man muss aber bedenken, dass gesunde Nieren 7x24 Stunden pro Woche arbeiten.
Der Bedarf an Dialyseplätzen nimmt jährlich zu. Besonders Diabetiker und Hypertoniker brauchen manchmal eine Nierenersatztherapie.
Die meisten Patienten werden mit Hämodiafiltration (HDF) behandelt, bei der die 2 Methoden "Hämodialyse" (basierend auf Diffusion) und "Hämofiltration" (basierend auf Konvektion) gleichzeitig angewendet werden.
Die Einhaltung einer Diät ist Teil der Behandlung. Die Patienten werden regelmäßig von einer Diätassistentin beraten.
Auch Urlaub ist möglich für unsere Patienten - sofern eine Hämodialysebehandlung am Urlaubsort gesichert ist. Der Patient kontaktiert das Urlaubsdialysezentrum (die Adressen stellen wir zur Verfügung oder der Patient findet sie im Internet). Wir stellen die nötigen Unterlagen für die Urlaubsdialyse zusammen. Die Krankenkassen übernehmen zumeist die Kosten.
Die Nierentransplantation ersetzt in idealer Weise die Dialyse. Jedoch sind nicht alle Patienten für eine Transplantation geeignet. Dies ist neben dem Alter vor allem von bestehenden anderen Erkrankungen abhängig. Die erforderlichen Voruntersuchungen werden vom betreuenden Ärzteteam zusammengestellt und regelmäßig überprüft.
Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten ist sehr wichtig. So können auch einige der jährlich erforderlichen Untersuchungen auswärts - in der Nähe des Wohnortes des Patienten und zu seinem Wunschtermin, oft ohne oder mit nur geringer Wartezeit - erfolgen.

 

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Martina Cerny/Web-Redaktion (Wilhelminenspital)