
MOBBING – Ernst nehmen statt stillschweigen!
Das Thema Mobbing wird leider immer mehr und mehr Thema im beruflichen Alltag.
Sozial- und Dienstleistungsbereiche sind lt. wissenschaftlichen Untersuchungen besonders gefährdet.
Im KAV gilt daher der Grundsatz:Mobbing ist UNERWÜNSCHT!
1. Was ist MOBBING?
Begriff:
stammt aus dem Englischen: „to mob“ - anpöbeln, schikanieren.Definition:
Unter Mobbing im Arbeitsleben versteht man das Auftreten von negativ kommunikativen Handlungen, die von Individuen oder einer Gruppe auf systematische Art zielgerichtet gegen eine bestimmte Person oder Personengruppe mit der Absicht, diese zu diskriminieren, auszugrenzen, abzuwerten und/oder zu stigmatisieren, ausgeübt werden.
Die Handlungen müssen vom/von dem/n Betroffenen subjektiv als feindselig interpretiert werden, oft auftreten und über einen längeren Zeitraum andauern.Was ist kein Mobbing?
Zwischenmenschliche Konflikte sind alltäglich und müssen gelöst werden! Nichtgelöste Konflikte können einen Mobbing-Prozess ermöglichen, sind aber allein noch kein Mobbing.
2. Mobbing-Handlungen:
- Angriffe auf die Möglichkeit sich anderen mitzuteilen
- Angriffe auf die sozialen Beziehungen und das Ansehen
- Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation
- Angriffe auf die physische und psychische Gesundheit
Das Zusammenwirken mehrerer Mobbing-Handlungen macht die spezielle Belastung aus und erhöht somit den Leidensdruck der betroffenen Person!
Das Mobbing-Geschehen läuft in Form eines zunächst unbemerkten fortschreitenden Prozesses ab.
Eine frühzeitige Unterbrechung (Intervention) ist unbedingt notwendig, um nachhaltige persönliche und betriebliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.
3. Mobbing-Intervention und Mobbing-Prävention
Mobbing-Betroffene brauchen Unterstützung durch neutrale Personen/Institutionen. Die Psychologische Servicestelle im KAV bietet psychologische Beratungen in Form von Einzelgesprächen zur Mobbing-Intervention.
Um Mobbing vorzubeugen, ist einerseits die Information aller über die massiven persönlichen und betrieblichen Auswirkungen dieses destruktiven Verhaltens im Arbeitsfeld notwendig, andererseits muss der Dienstgeber sowie auch jede/r Mitarbeiter/in aktiv zu einem wertschätzenden und fördernden Arbeitsklima ihren/seinen Beitrag leisten und so die Entstehung von Mobbing behindern bzw. verhindern.
Mehr zum Thema MOBBING, wie der Prozess genau abläuft, welche Ursachen es dafür geben kann, was Sie tun können und wer Sie dabei unterstützen kann, lesen Sie im neuen Folder der Psychologischen Servicestelle des KAV !
Anforderung:
- in Ihrer Abteilung Personal/Personalstelle
- per e-Mail unter psy.serv@wienkav.at
Beratungsmöglichkeit:
Psychologische Servicestelle des KAV
Tel.Nr.: 01-40409-70660, 1030 Wien, Schnirchgasse 12/1a
Telefonische Terminvereinbarung ist unbedingt erforderlich!
Literatur:
BECKER, C. & MERTZ, H. (1998). „Mobbing-Opfer sind nicht wehrlos.“ Herder, Spektrum Verlag
BROMMER, U. (1995). „Mobbing. Psycho-Krieg am Arbeitsplatz und was man dagegen tun kann.“ Sachbuch Heyne-Bücher KRATZ,H-J. (1998). „Mobbing – Erkennen, Ansprechen, Vorbeugen.“ Ueberreuter-Verlag
KOLODEJ, Ch. (1999). „Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz und seine Bewältigung.“ WUV-Verlag
LEYMANN, H. (1999). „Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann.“ Rororo-Verlag ZUSCHLAG, B. (1997). „Mobbing – Schikane am Arbeitsplatz.“ Verlag für Angwandte Psychologie, Göttingen

