Spezialambulanz für Gedächtnisstörungen, AKH, Wien


 

Leitstelle 6A,Terminvereinbarung: Tel. 40400 3124
Link: Ambulanz für Gedächtnisstörungen im AKH

Leiter: Univ. Prof. Dr. Peter Dal-Bianco, FA für Neurologie und Psychiatrie
Mail :  peter.dal-bianco@meduniwien.ac.at 
Homepage: www.meduniwien.ac.at/Neurologie  

Leitsatz: „Vergesslichkeit muss nicht Alzheimer sein“

Vergesslichkeit und Demenzfrühdiagnose

Das Syndrom des  „geringen kognitiven Defizits“ umfasst einen weiten Bereich neuropsychologischer Einbussen, die einerseits nicht altersgemäß sind, andererseits die Kriterien einer Demenz nicht erfüllen. Betroffene Personen sind sich ihrer Merk- und Gedächtnisschwächen bewusst und Angehörigen fällt es auf. Trotzdem sind diese Menschen im Stande ihre Alltagsaktivitäten ohne fremder Hilfe zu leisten. Die Ausprägung der Defizite kann über mehrere Jahre hinweg unverändert bleiben. Neben dieser stabilen Gruppe der Vergesslichen gibt es aber auch Betroffene (10-15%), die sich innerhalb eines (!) Jahres bis hin zur Demenz verschlechtern. Bei einer weiteren Gruppe kommt es zur Verbesserung der Gedächtnisstörungen - nämlich dann, wenn eine behandelbare (z.B. interne oder psychiatrische Ursache etc.) vorliegt.
Der Hausarzt  wird die Betroffenen einem Nervenfacharzt oder einer Gedächtnisambulanz (Memory Clinic) zuweisen. Dort wird ein Gespräch mit dem Patienten und der Begleitperson stattfinden und danach der neurologische-, psychiatrische-, interne- und neuropsychologischen Status durchgeführt. Es folgt eine Blutanalyse und eine radiologische Gehirnuntersuchung (MRT oder XCT).
Der Nervenfacharzt kann auf Grund der Untersuchungsergebnisse die Krankheitsursache erkennen und diese entsprechend behandeln: Denn im Rahmen der ambulanten Abklärung sollen Erkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Hyperlipidämie, Gehirn- und Herzkreislauferkrankungen, Hormonstörungen, Vitaminmängel (B1, B6 , B12, Folsäure) etc erkannt und behandelt, oder ausgeschlossen werden. Auch Medikamente und/oder Suchtmittel (z.B. Alkohol) und Folgen eines Schädelhirntraumas können Vergesslichkeit verursachen.
Demenzerkrankungen zeigen klinisch -je nach Ursache- einen unterschiedlichen Verlauf. Auf Grund effektiver Therapiemöglichkeiten ist die frühzeitige Erfassung neuropsychologischer Defizite sinnvoll. Die rechtzeitige Diagnose und eine ursachenorientierte Therapie wird die Entwicklung einer schweren kognitiven Leistungseinbuße oft verhindern oder verzögern.

 

Demenzprävention durch gesunden Lebensstil
(nicht evidenzbasierend)

Aktivitäts - Empfehlungen
• Körperlich   (z B . Nordic Walking 3 x / Wo, je eine Stunde - nach interner Freigabe)
• Kognitiv       (Stressfreie Treiber sind Neugierde, Staunen, Wundern…)
• Emotional    (Sozialkontakte, Familie, Freunde,)

Diät - Empfehlungen
• Blattgemüse > Obst
• Fisch mindestens 2x/Woche
• Wein max. ¼ abends       


Alz-Risikofaktoren erkennen, vermeiden / behandeln

Das Alz-Risiko steigt mit der Anzahl vaskulärer Risikofaktoren

• Diabetes
• Rauchen
• Bluthochdruck
• Herzerkrankung
• Hyperinsulinämie
• Hyperlipidämie
• Hyperhomocysteinämie

 

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