Otto-Wagner-Kirche - Phasen der Renovierung

2000 bis 2001 - Renovierung und Vergoldung der Kuppel

Im Juni 2000 begannen die Renovierungsarbeiten der Otto-Wagner- Kirche. Insgesamt 22 Firmen und 15 Konsulenten arbeiteten an der Sanierung. In einem ersten Schritt wurde die Kuppel völlig neu vergoldet. Dabei wurden 0,01 mm dünne Schichten Blattgold aufgetragen. Der Tamboursockel der Kuppel wurde mit Kupferblechen erneuert. Diese waren zuvor mittels eines völlig neu entwickelten Verfahrens künstlich patiniert worden, da eine natürliche Patina mindestens 30 Jahre dauert.

2002 bis 2004 - kompletter Austausch der Fassade

Die neue 1.800 m²-Fassade besteht aus 3000 Platten Carrara- Marmor, wovon jede zuvor mittels Ultraschal auf ihre Qualität überprüft wurde. Die Engels- und Heiligenfiguren wurden zur Restaurierung abmontiert und in einer Werkstätte restauriert.

2005 bis 2006 - Fundament und Innenarbeiten

In einem nächsten Schritt erfolgte die Innenrenovierung. Dabei wurden die Kirchenfenster gereinigt und vorhandene Schäden ausgebessert. Die einzelnen Mosaikfenstersegmente sind nun in einer eigens konstruierten Trägerkonstruktion befestigt und speziell verglast. Somit sind die Fenster mit einem Wert von fünf Millionen Euro gegen Witterung und Vandalismus geschützt. Die Mosaikbilder in der Kirche sowie der Hauptaltar und die Kanzel wurden restauriert und neu vergoldet. Vom Holzrestaurator sind alle Kirchenbänke, Beichtstühle und die Sessio überarbeitet und neu poliert worden. Zudem wurden sämtliche Leuchten und Wandapplikationen gereinigt und neu vergoldet.

Im Zuge der Generalsanierung musste das gesamte Fundament der Kirche erneuert werden. Ebenso die Kanalisation sowie die Außenanlage rund um die Kirche. Die Gipsplatten der Zwischendecke, ein so genanntes Kappengewölbe, wurden neu ausgebaut. Von den etwa 2.200 Platten konnten 50% saniert werden, der Rest musste neu angefertigt werden. Neu ist, dass sich nach der Renovierung auf der Nordseite der Kirche eine Rollstuhlzufahrt in das Innere der Kirche befindet.

Die Renovierungsarbeiten wurden von einem eigenen Lenkungsausschuss, bestehend aus den Vertretern der Stadt Wien als Bauherr, dem planenden Architekten, dem baubetreuenden Architekten, der externen begleitenden Kontrolle, dem Bundesdenkmalamt und diversen Konsulenten bestimmt und koordiniert.

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