Vierbeiner als Co-Therapeut

Tiere als Co-Therapeuten werden bereits in über 20 Wiener Krankenhäuser erfolgreich eingesetzt. Insbesondere Hunde, die wesensfest und ausgeglichen sind und in Extremsituationen ihre Ruhe bewahren, eignen sich für die Therapie.

Solche Situationen sind beispielsweise (Auszug aus der Prüfungsordnung 1999):

  • Mehrere Personen umarmen das Tier plötzlich und unerwartet heftig und schränken es in seiner Beweglichkeit ein (Hund darf zurückweichen, kurz bellen, aber nicht hinschnappen).
  • Ungewöhnliche Bewegungsmuster; Personen kommen mit Rollstuhl und Gehilfe (Rollator/Krücken) auf das Tier zu, gestikulieren wild und schreien (Hund darf bellen, ausweichen).
  • Unerwarteter Lärm hinter dem Tier: Ein Blechdeckel wird hinter dem Tier auf den Boden geworfen (Hund darf erschrecken und aufstehen).
  • Anrempeln von hinten: Die Person rempelt das Tier, während es ruhig auf dem Boden liegt, von hinten an (Hund darf ausweichen und schauen, aufstehen und weggehen).

Bewohnerin mit Therapiehund, Foto: Therapiezentrum Ybbs

Forschungsergebnisse bestätigen, dass sich die Tierunterstützte Therapie (TAT) auf diverse Problemstellungen positiv auswirken kann:

  1. im körperlichen Bereich
    • Aktivierung der Sinne durch Körperkontakt
    • Angenehm empfundene muskuläre Entspannungen
  2. im seelischen Bereich
    • Ungehemmtes Gespräch mit dem Tier
    • Gespräche über das Tier mit den TherapeutInnen
  3. Ganzheitliche Aktivierung der PatientInnen
    • Abwechslung durch Tierbesuche

International werden Tiere im Therapieprozess eingesetzt bei:

  • Behandlung von Alzheimer Patienten zur Verbesserung der Gedächtnisleistungen
  • Depression
  • Ängsten
  • Chronischen Schmerzzuständen
  • Drogentherapie
  • verhaltensauffälligen Kindern
  • geistig- und körperlich behinderten Menschen

Einmal in der Woche begleitet und unterstützet uns der Vierbeiner in der psychologischen Betreuung der Bewohner/innen im Sozialtherapeutischen Zentrum. Der Hund kann nicht den menschlichen Kontakt ersetzen, aber bei der Behandlung von Depression, Aggression, Ängsten, Autismus, Verhaltensauffälligkeiten etc. hilfreich sein.

Die Anwesenheit und die Beschäftigung soll außerdem entspannend wirken und Wohlfinden und Lebensqualität der Menschen im Sozialtherapeutischen Zentrum erhöhen.


 

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