Die Klinische- u. Gesundheitspsychologie des Sozialtherapeutischen Zentrums leistet in der Diagnostik, Behandlung & Betreuung der BewohnerInnen des Sozialtherapeutischen Zentrums, sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting einen wesentlichen Beitrag. Zusatzqualifikationen in den Bereichen der Neuro-, Geronto- und Notfallspsychologie runden das psychologische Angebot im SZY ab.

Unsere psychologische Tätigkeit ist durch eine empathische und wertschätzende Grundhaltung geprägt und versteht jeden Menschen als wertvolles und eigenständiges Individuum. Alle von uns gesetzten Maßnahmen und angewandten Techniken orientieren sich daher stark an den Ressourcen der BewohnerInnen und an ihren ganz persönlichen Interessen und Zielen und sollen auch einen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität der BewohnerInnen zu verbessern.

Wir sehen den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu den einzelnen BewohnerInnen als einen maßgebenden Bestandteil unserer Arbeit, auf den alle weiteren Therapien aufbauen können. Ein regelmäßiger Kontakt zu den BewohnerInnen ermöglicht außerdem ein enges Monitoring ihres psychischen Zustandes und schafft dadurch die Voraussetzung für weitere fachkompetente Maßnahmen der Prävention im Falle von potentiellen Zustandsverschlechterungen.

Schwierige Situationen (beispielsweise der Einzug neuer BewohnerInnen, geplante Rehabilitation und Übersiedelung von BewohnerInnen, etc.) bedürfen einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit. In solchen Fällen arbeiten wir gemeinsam mit den BewohnerInnen und den anderen Berufsgruppen an einer Zieldefinition und -Erreichung.

Als Teil eines multiprofessionellen Teams stehen wir als Klinische- und Gesundheitspsychologinnen aber auch anderen Berufsgruppen im SZY gerne fachlich zur Seite. Unsere Arbeit unterliegt strengen Richtlinien der Verschwiegenheit.

Ein zentraler Aufgabenbereich der psychologischen Tätigkeit im SZY ist die klinisch-psychologische Diagnostik, welche dem Erfassen psychischer und/oder kognitiver Probleme und Einschränkungen, aber auch dem Erkennen vorhandener Stärken und Ressourcen dient, und von Anamnese bzw. Exploration über Verhaltensbeobachtung bis hin zum Einsatz verschiedenster standardisierter Testverfahren reicht.

Abklärungsbereiche hierbei sind z.B.:

  • Depressionen, Belastungsstörungen, Angststörungen, psychotische Störungen

Einer neuropsychologischen Abklärung bedarf es bei

  • dementiellen Erkrankungen und anderen hirnorganischen Veränderungen (z.B. hirnorganisches Psychosyndrom)
  • kognitiven Leistungen und Funktionen wie z.B. Konzentration, Gedächtnis, intellektuelle Leistungsfähigkeit, Planungsfähigkeit, sprachliche Fähigkeiten etc.

Im Anschluss an die Diagnostik werden in einer ausführlichen Befundbesprechung wichtige Informationen für die weitere, effiziente psychologische Behandlung geklärt.

Ein weiterer Aufgabenbereich der psychologischen Tätigkeit im SZY ist die klinisch- und gesundheitspsychologische Therapie/Behandlung und Beratung.

Vorrangig ist dabei die Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität jedes einzelnen Bewohners. Die Klinische- u. Gesundheitspsychologie folgt dabei den Prinzipien der Restitution (Wiederherstellen der beeinträchtigten Leistung), der Kompensation (Ausgleich durch erhaltene Leistungen), der Substitution (Einsatz von Hilfsmitteln) und der Adaption (Anpassung der Umwelt an Erfordernisse).

Im Rahmen der psychologischen Therapie & Beratung unterstützen wir die BewohnerInnen einerseits bei der Vermeidung von Krankheiten und bei der Beseitigung von Leidenszuständen, andererseits auch bei der Krankheitsbewältigung und in Krisensituationen.

Diese umfasst unter anderem:

  • die Behandlung von psychischen Störungen, wie z.B. Depressions- und Angstbewältigung, Verarbeitung von psychischen Krisen, Suizidprophylaxe
  • die Behandlung und Förderung kognitiver Funktionen wie z.B. Training von Aufmerksamkeit, Konzentration- und Gedächtnisleistung mittels computergestützter Trainingsverfahren (RehaCom & CogniPlus)
  • die Vermittlung von Entspannungstechniken wie z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Fantasiereisen, etc.
  • Spezifische gesundheitspsychologische Behandlungsmaßnahmen wie z.B. Genusstraining, Achtsamkeitstraining, soziales Kompetenztraining, Hilfestellung in der Tagesstrukturierung und in der Freizeitgestaltung, etc.
  • Psychoedukation zur Wissensvermittlung über die Erkrankung, Erfahrungsaustausch in der Gruppe mit anderen Betroffenen  die Beratung und Unterstützung von Angehörigen/anderer Berufsgruppen

 

Team der Klinischen- und Gesundheitspsychologinnen:

Mag.a Marlene Barborik
Mag.a Angelika Bichler
Mag.a Ines Bürg
Mag.a Gabriele Erber
Mag.a Elke Geppert
Mag.a Marianne Gittenberger
Dr.in Mag.a Bettina Hosa

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