Geschichte
« Otto Wagner-Kirche "Zum Heiligen Leopold"

History of Art to the Church of St.Leopold (168kB-ZIP)
Cenni Storicio-Artistici della Chiesa di san Leopoldo (169kB-ZIP)
Historique De L'Eglise De Saint Leopold (171kB-ZIP)

DIE KIRCHE
Im Psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien
(früher N.Ö. Lds. Heil - und Pflegeanstalt "Am Steinhof") Baumgartner Höhe 1 , 1145 Wien

Die Kirche zum "Hl. Leopold" die in 310 m Seehöhe an den Hängen des Galitzinberges als Krönung der gesamten Anlage prangt, gilt als die bedeutendste sakrale Bauschöpfung des Jugendstils. Sie wurde in den Jahren 1904 - 1907 erbaut und ist ein Hauptwerk des Architekten Prof. Otto Wagner, der von 1841 - 1918 lebte. Mit 63 Jahren schuf er dieses erste moderne Gotteshaus und wies damit dem Kirchenbau neue Wege.

Foto bzw. Grafik ohne Erläuterung Die Kirche befindet sich am höchsten Punkt des Anstaltbereiches in der Mittelachse der Anlage und dominiert als Ruhepunkt für den Beschauer. Um den künstlerischen Aspekt hervorzuheben, schuf der Erbauer an der äußeren Architektur eine Kuppelerhöhung. Dazu wurde die aus Kupferplatten bestehende Kuppel, alle an der Fassade befindlichen Figuren, sowie das Kranzfries vergoldet. Damit war für den Betrachter aus der Ferne ein Blickpunkt gegeben. Im Rahmen der Renovierung die im Jahr 2006 abgeschlossen wurden, wurde auch das Kuppeldach wieder in der ursprünglichen Fassung vergoldet und strahlt nun wieder über den Dächern Wiens.

ALLGEMEINES:
Gesamtbaukosten der Kirche: 575.000 .-Kronen.
Während des II. Weltkrieges wurden die kostbaren Glasmosaikfenster entfernt und in der Tschechoslowakei aufbewahrt. 1950 wurden die Fenster dem Original entsprechend wieder eingesetzt.
Infolge starker Zeitschäden hat die Gemeinde Wien
1961 - 1964 die Fassade und das Vordach restauriert, die letzten umfassenden Restaurierungsarbeiten im Kircheninneren erfolgten in den Jahren 2000-2006.

Der Tabernakel, die Altäre, Weihbrunnenkessel, Beleuchtungskörper, Beichtstühle sowie die liturgischen Gegenstände für die hl. Messe (Kelch, Monstranz, und Glocken usw.) wurden ebenfalls nach kunstgewerblichen Zeichnungen von Prof. Otto Wagner bis ins Detail eingeplant und so zu einem harmonischen Gefüge von Innenausstattung und der Gesamtarchitektur gestaltet.

DIE ORGEL wurde vom Orgelbauer Franz Josef Swoboda erbaut.

DIE KANZEL hat mit ihren beiden etwas byzantinisch anmutenden Stützsäulen einen eleganten künstlerischen Aspekt. Sie wurde von Paul Neumann gestaltet.

DER KIRCHENRAUM hat ein Fassungsvermögen für 800 Personen. Seine in weißen und goldenem Farbton gehaltenen Flächen unterstreichen seine Dimension und bringen dem Besucher ein erhebendes Gefühl zum Ausdruck. Architekt Prof. Otto Wagner schuf mit dieser modernen Baukunst ein beispielhaftes Werk, in dem gezeigt wird, wie man Form und Motiv aus Zweck, Konstruktion und Material herauszubilden vermag.

DIE FASSADE der Kirche ist mit 2 cm starken Marmorplatten verkleidet, diese sind mit "Kupfernägel" in das Mauerwerk eingelassen. Der Marmor stammt aus dem Marmorsteinbruch von CARRARA in Mittelitalien und ist von hervorragender Qualität. Die Türme sind von zwei in Kupfer getriebenen Statuen gekrönt und stellen die beiden Landespatrone Niederösterreichs dar. Es sind dies auf der linken Seite der HL. LEOPOLD und auf der rechten Seite der HL. SEVERIN.
Beide Figuren stammen von dem Wiener Bildhauer Richard Luksch (1872 - 1936).

DIE VIER ENGEL über dem Hauptportal sind von dem aus Ungarn stammenden Bildhauer Othmar Schimkowitz (1864 - 1947). Er schuf auch Plastiken an der Wiener Hofburg. Der Künstler studierte bei Hellmer und Kundmann.
Der Kircheneingang wird von einem Kupferblechdach überdeckt.

 


 

Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe - Otto Wagner Spital mit Pflegezentrum Verantwortlich für diese Seite:
Katharina BAIER