Orthopädisches Zentrum
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Medizinische Schwerpunkte

 

Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist der operative Ersatz von Gelenken mit Endoprothesen (Hüfte, Knie, Schultergelenk, Ellbogengelenk, Handgelenk, Fingergelenke).

Weiters gelenkserhaltende Eingriffe bei schwer degenerativen und chronischen Gelenkserkrankungen und die operativen Behandlung von Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises (Rheuma - Orthopädie).

Wir bieten auch die konservative und vor allem auch operative  Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule, welche sich als Nacken- und Kopfschmerz oder Schulter- und Armschmerz sowie Rücken- und Beinschmerz (Lumbago und Ischialgie) äußern, an.

Im speziellen werden Schmerzen der Halswirbelsäule (HWS;  Zervikalsyndrom) und Lendenwirbelsäule (LWS; Lumbalsyndrom), verursacht durch Discusprolaps (Bandscheibenvorfall) sowie Vertebrostenose (Wirbelkanalverengung)  und/oder Wirbelgleiten (Spondylolisthese) operativ versorgt.

Dies geschieht entweder in mikrochirurgischer Technik als Diskektomie (Entfernung eines Teiles oder der gesamten Bandscheibe) bzw. einer sogenannten Laminektomie (knöcherne Entlastungsoperation zur Befreiung eingeklemmter Nervenwurzeln) oder im Falle von Instabilitäten durch Stabilisierung der Wirbelsäule mit Titanimplantaten (sog. Pedikelschrauben und sog. cages-Zwischenwirbelimplantaten).

In unserem Haus werden jährlich über 2000 operative Eingriffe an allen Gelenken der Extremitäten und an der Wirbelsäule vorgenommen, davon ca. 1000 Implantationen von Hüftgelenken und Kniegelenken. Ziel unseres Handelns ist: unseren Patienten durch ein für Sie individuell zusammengestelltes Therapie-Konzept ein Maximum an Lebensqualität zu erhalten oder Ihnen ein selbständiges Leben zu ermöglichen.

Dazu stehen uns 4 modernst ausgestattete Operationssääle in einem 120-Betten-Haus sowie eine eigene Röntgenabteilung zur Verfügung. Im September 2000 wurde der neue Trakt 'Felix' eröffnet; im Sommer 2005 der von Grund auf renovierte und dem modernsten Komfortstandard angepasste "alte" Pavillon Austria. Alle Patienten sind in hellen, freundlichen Zimmern mit maximal 4 Betten untergebracht, alle Zimmer gehen in´s Grüne, viele haben einen Balkon. Im Pavillon Austria finden sich neben 2 Bettenstationen auch Röntgen und Ambulanz sowie die Einrichtungen der Physikalischen Medizin, wie etwa der Turnsaal, und der Ergotherapie.

Gegliedert ist unsere Abteilung in:

·        4 Betten-Stationen

·        Departement für Physikalische Medizin

·        Departement für Physiotherapie

·        Departement für Ergotherapie

 

Unser großes Team bessteht aus Fachärzten für Orthopädie, Neurochirurgie, Anästhesie, Physikalische Medizin, Innere Medizin, Stationsärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Röntgenassistenten und Krankenschwestern. Die gemeinsame tägliche Morgenbesprechung, bei der auf jeden einzelnen Patienten mit all seinen Problemen eingegangen wird, ermöglicht es dem Team, jeden Patienten zu 'kennen' und so für ihn optimal agieren zu können.

Minimal invasive (MIS) Hüftendoprothetik an unserer Abteilung

 

Seit 2004 werden an unserer Abteilung künstliche Hüftgelenke von einem sogenannten minimal - invasiven Zugang implantiert u. wir können dies unseren Patienten in zunehmendem Maß anbieten.

 

Was ist MIS?

 

Man versteht darunter die Hüftchirurgie mit kleineren Hautschnitten, ohne Muskeln von ihren Ansätzen u. Ursprüngen ablösen zu müssen. Der eigentliche Sinn u. Zweck liegt natürlich darin, keine Muskelablösungen durchzuführen, was das Operationstrauma deutlich verringert und die Rehabilitation der Patienten beschleunigt, da nicht abgewartet werden muss, bis wieder angenähte Muskeln so fest angewachsen sind, dass diese dann 6 oder 8 Wochen nach der OP voll belastet werden können. Der kleinere Hautschnitt ist ein angenehmer Nebeneffekt dieser Operation, der sich natürlich auch daran orientiert, ob ein Patient schlank oder adipös ist, er ist aber nicht erstes Ziel dieses OP-Verfahrens.

 

Wie ist es technisch möglich, nun von kleineren Zugängen ein künstliches Hüftgelenk korrekt zu implantieren?

 

Durch spezielle Lagerungstechniken während der Operation und durch spezielle Instrumente, die es ermöglichen, Muskulatur nur zur Seite zu halten, aber nicht ablösen zu müssen, ist es nun möglich die Pfanne und den Schaft des Hüftgelenkes auf schonendste Weise einzubringen. Wir haben hier großen Wert darauf gelegt, dass dies ohne Änderung in der Implantatwahl möglich ist, d.h. wir setzten jene erfolgreichen, zementfreien Hüftgelenke aus Titan ein, die wir schon in den letzten Jahren mit sehr guten Erfolgen verwendet haben. In einer seit einem Jahr laufenden Studie konnten wir feststellen, dass die Implantationsergebnisse der MIS und die Ein-Jahres-Ergebnisse keinerlei Qualitätseinbußen gegenüber dem klassischen Verfahren aufweisen, diesem jedoch im Bezug auf die rasche Wiederherstellung des Patienten deutlich überlegen sind.

 

Somit ist es möglich, dass der Pat. noch während des Aufenthaltes im Spital voll belasten kann, d.h. mit nur einer und schrittweise auch ohne Krücken gehen kann. Auch das Hinken, das nach der OP nach konventioneller Methode längere Zeit zu verzeichnen ist, sehen wir nur mehr in einer kurzen Zeitspanne nach der OP.  Weiters hat sich der Blutverlust nach der OP verringert und somit auch die Notwendigkeit, Blutkonserven geben zu müssen. Natürlich ist auch der kosmetische Aspekt nicht unwichtig, da die Hautschnitte doch deutlich kürzer ausfallen.

 

So wie jede Methode hat natürlich auch dieses Verfahren seine Limits, d.h. in Einzelfällen müssen wir nach der konventionellen Methode operieren, etwa wenn die Muskulatur extrem stark ausgeprägt ist oder wenn ein stärkeres Übergewicht vorliegt.

  

 

Falls Sie Fragen zu diesem Verfahren haben oder wissen möchten, ob diese Methode bei Ihnen in Frage kommt, können sie uns gerne kontaktieren.

 

Besuchszeiten:

13.30 Uhr bis 15.00 Uhr

17.30 Uhr bis 19.00 Uhr 

Liegt ein Freund oder eine Verwandte bei uns
als Patient?
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Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe - Otto Wagner Spital mit Pflegezentrum Verantwortlich für diese Seite:
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