Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik
« 1. Psychiatrische Abteilung mit Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik

Ärztliche Leitung:  Prim.a Dr.in Angelika RIESSLAND-SEIFERT
Bereichsleitung Pflege:  DPGKP Maria YEH
Unser Team
Telefon: +43 1 910 60 - 20101
Fax: +43 1 910 60 - 20109
Kontakt

Informationen im Überblick

Psychotherapiestation Pavillon 2

Leitende Oberärztin: Dr.in Doris HINKEL
Stationsleitung Pflege: DPGKS Waltraud DOPPELHOFER

Arbeitstherapie

Leitender Psychologe: Dr. Herbert SCHMID
Stationsleitung Pflege: DPGKS Gabriela NÖDL

Psychotherapeutische Tagesklinik Pavillon 20/3

Leitende Oberärztin: Dr.in Maria Theresia ROHRHOFER
Oberarzt: Dr. Oliver ARNOLD
Stationsleitung Pflege: DPGKS Waltraud DOPPELHOFER

 

 

Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik

Das Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik ist eine Einrichtung der 1. Psychiatrischen Abteilung. Es bietet überregional für 44 Patientinnen und Patienten ein therapeutisches Angebot: Stationär auf der Psychotherapiestation Pavillon 2 und an der Psychotherapeutischen Tagesklinik Pavillon 20/3.

  

Unser Angebot richtet sich an Menschen mit:

  • Somatoformen/funktionellen Störungen
  • Dissoziativen Störungen
  • Tumafolgestörungen
  • Borderline- und anderen Persönlichkeitsstörungen
  • Affektiven und schizophrenen Psychosen

 

Arbeitsweisen

Die Therapie wird als gemeinsamer kreativer Prozess zwischen Patientinnen und Patienten und dem therapeutischen Team aufgefasst, der zielorientiert und ressourcenorientiert ist. Aktive Mitarbeit ist eine notwendige Voraussetzung, um mit Problemen und Krankheit besser umgehen zu lernen und damit Lebensqualität und Autonomie zu verbessern.

 

Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt je nach Indikation 6 - 12 Wochen.

 

  

Behandlungsmethoden

Wir arbeiten methodenintegrativ auf einer beziehungsorientierten Basis. Bei der Auswahl unserer Methoden und Techniken nutzen wir tiefenpsychologische, systemische, humanistische und verhaltenstherapeutische Ansätze.

 

 

Voraussetzung für eine Therapie

Für die Aufnahme ist ein ausführliches Vorstellungsgespräch erforderlich. Hier werden bereits Ziele, Wünsche und Möglichkeiten für die Therapie entwickelt. Bestehende körperliche Beschwerden sollten bereits abgeklärt sein. Eine aufrechte Wohnmöglichkeit ist in jedem Fall erforderlich.


Ausschlusskriterien

  • bestehende Suchterkrankung
  • kognitive Behinderung
  • akute Suizidalität
  • akute psychotische Zustandsbilder


Station oder Tagesklinik

Je nach Art und Ausprägung der vorliegenden Erkrankungen kann eine stationäre oder eine tagesklinische Aufnahme indiziert sein. Es kann in manchen Fällen im Verlauf der Therapie auch ein Wechsel vom stationären ins tagesklinische Setting sinnvoll sein.

In der Tagesklinik Pavillon 20/3 findet die Therapie von Montag bis Freitag, in der Zeit von 8:00 – 16:00 Uhr statt.

Tägliches Kommen ist Voraussetzung für eine tagesklinische Behandlung.

Die therapeutischen Angebote:

  • Einzelpsychotherapie
  • Ärztlich-psychiatrische Behandlung inklusive Psychopharmakotherapie
  • Bezugspflege oder Bezugsbetreuung
  • Verschiedene Gruppentherapien
  • Ergotherapie
  • Arbeitstherapie
  • Physiotherapie
  • Musiktherapie
  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Sozialarbeit
  • Komplementärmedizinische Methoden, z. B. Aromapflege

 

Arbeitstherapie

Die Arbeitstherapie bietet in 6 Arbeitsgruppen und Werkstätten eine tätigkeitsorientierte therapeuti­sche Betreuung mit einer mehrwöchigen Zeitperspektive an. Diese steht stationären, halbstationären und tagesklinischen PatientInnen des Psychiatrischen Zentrums, aber auch anderer Zentren, wie dem Neurologischen Zentrum, im Rahmen ihres Behandlungsprozesses, nicht jedoch auf Dauer zur Verfügung. PatientInnen, die ambulant geführt werden, können nicht aufgenommen werden.

 

Die Therapie legt den Schwerpunkt der Betreuung darauf, in einem arbeitsähnlichen Setting tätig zu sein, in einer Gruppe mit KollegInnen zusammenzuarbeiten und den Umgang mit zeitlichen und organisatorischen Strukturen zu üben. Die geplante Anwesenheit in der Arbeitstherapie sollte zumindest 3-4 halbe Tage pro Woche betragen, es ist jedoch auch ein ganztägiges Setting möglich.

 

Ermöglicht werden so Wiedererlangung und Training von zur Ausübung einer Tätigkeit notwendigen Fähigkeiten, wie auch Training sozialer Kompetenzen, Kontakt- und Kommunikationsförderung und Strukturgeben. Es gibt sowohl Angebote mit einer stärker leistungsorientierten Akzentuierung, eher kreative Arbeiten, wie auch die Möglichkeit, grundlegende Fähigkeiten zur Ausübung einer Tätigkeit wieder zu erlernen. Eine gewisse Gruppenfähigkeit, Bereitschaft, sich an vorgegebene Strukturen zu halten und ein Mindestmaß an positivem Sozialverhalten sind Voraussetzung, ebenso Alkohol- und Drogenabstinenz während der Behandlungsdauer. Ziel der Arbeitstherapie ist die Herstellung einer Basis für ein selbständiges Leben zu Hause und für eine konkrete Arbeitsrehabilitation oder eine weiterführende Rehabilitation in einer externen Einrichtung.


Therapieangebot:

Die Arbeitstherapie besteht aus 6 Arbeitsgruppen und Werkstätten.

  • In der Buchbinderei werden alle möglichen Buchbindearbeiten, Ringbindearbeiten und Schachteln hergestellt, sowie eine große Zahl von Kopien und Drucksorten angefertigt.
  • Im Atelier besteht die Möglichkeit, kreative und einfache handwerkliche Arbeiten durchzuführen. Es können Handarbeiten wie Sticken, Stricken, Nähen, Häkeln, Weben, Teppichknüpfen, Batiken, Seiden und Stoffmalereien, sowie Fliesenmosaik und Fimowerkstücke angefertigt werden, sowie auch einzelne hauswirtschaftliche Tätigkeiten trainiert werden.
  • Die Werkstätte ist eine Gruppe, in der kleinere Werkstücke aus Holz, Bilderrahmen, Korbflechtarbeiten und Specksteinarbeiten hergestellt werden.
  • Die beiden Anlagengruppen sind für die Parkanlagenpflege in einem Teil des Areals zuständig, für geeignete Patienten besteht auch die Möglichkeit, selbständig mit Rasenmäher und anderen Maschinen zu arbeiten. Bei Schlechtwetter können Arbeiten wie Makramee oder Gipsbilder bemalen ausgeführt werden.
  • Die Gartengruppe züchtet für den Eigenbedarf  Blumen und Gemüse in eigenen Beeten und verarbeitet ihre Produkte selbst. In der kalten Jahreszeit werden Traumfänger, Tontopf- und Baumstammfiguren, Adventkränze, Oster- und Weihnachtsschmuck und andere kreative Werkstücke angefertigt.

Die Gruppen haben folgende Therapie- bzw. Öffnungszeiten: Mo – Fr 8:00-11:30 Uhr und 13:00-15:30 Uhr, mit jeweils einer halbstündigen Pause vor- und nachmittags. 

 

Zuweisung:

Die Zuweisung in die Arbeitstherapie erfolgt durch die/den behandelnde(n) Ärztin/Arzt der Station. Es ist wichtig, dass die PatientInnen bei der Zuweisung schon eine Basisinformation darüber haben, was Arbeitstherapie ist, die Zielsetzung und der Stellenwert der Arbeitstherapie in ihrem Behandlungsprozess sollte mit ihnen besprochen sein.

Eine Vorstellung ist Mo – Do 12:30 – 12:45 Uhr auf Pavillon 18, Seiteneingang rechts, möglich. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Das vollständig ausgefüllte Zuweisungsformular und eine Kopie der Pflegeplanung werden den PatientInnen oder Begleitpersonen mitgegeben. Es erfolgt eine Vormerkung. Die Station wird von der Arbeitstherapie ehestmöglich telefonisch verständigt wann ein/e PatientIn zur Aufnahme kommen soll. Diese erfolgt zum vereinbarten Termin um 12:30 Uhr wiederum auf Pavillon 18.

 

 

 

 

 

 

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