Station 3/2
« Neurologisches Zentrum

Oberärztin:  OÄ.in Dr.in Brigitta FREUNDL
Stationsleitung:  DGKS Andrea SCHEER
Telefon: +43 1 910 60 - 20320

Medizinische Schwerpunkte

Die Station umfasst 17 Betten sowie einen Behandlungs- und einen Interventionsraum.

Das Leistungsspektrum der Station umfasst neben neurologischer Basisdiagnostik und -Therapie alle anerkannten neurorehabilitativen Maßnahmen mit denen motorische und sensible Dysfunktionen sowie therapieresistente Schmerzsyndrome zu beeinflussen sind. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der Neuromodulation auch mittels interventioneller Techniken. Diesbezüglich besteht bereits seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit des kompetenten Teams der Station mit neurochirurgischen Abteilungen des KAV.

 

Zu den neuromodulatorischen Techniken zählen:

  • Intrathekale Medikamentenapplikation
  • Spinale epidurale Stimulation
  • Periphere (subkutane) Nervenstimulation
  • Deep-Brain-Stimulation
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation
  • Funktionelle elektrische Stimulation

Eine genaue Evaluierung, inklusive spezieller diagnostischer Maßnahmen wie Brain Motor Control Assessment, sensorische Quantifikation und Stand- und Ganganalyse, ermöglicht die wirksamste Therapie auszuwählen.

 

Intrathekale Therapie:

 

Spastizität, die durch verschiedene Krankheiten und Verletzungen des Zentralnervensystems  verursacht werden kann, wie z.B. bei Querschnittsyndromen, Schädel Hirn Trauma, Multipler Sklerose, Schlaganfall ...

und nicht ausreichend auf medikamentöse Therapien  anspricht,  kann durch direkt in die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit eingebrachte krampflösende und schmerzstillende Medikamente, reduziert werden, mit dem Ziel nicht nur einer Funktionsverbesserung sondern auch einer Reduktion therapieresistenter chronischer Schmerzen.

Diese Therapie ist bereits seit vielen Jahren an unserer Abteilung etabliert. Die Patienten werden im Vorfeld einer umfangreichen Evaluierung unterzogen. Anschließend findet eine Testphase statt, in der genauestens untersucht wird, ob die Patienten von dieser Therapieform profitieren.

Bei guter Ansprechbarkeit wird das intrathekale Katheter/Pumpensystem implantiert.

 

Spinal epidurale Stimulation - Spinal Cord Stimulation - SCS - Chronische Hinterstrangstimulation:

 

Diese Therapieform dient ebenfalls der Behandlung von Spastizität und chronischen Schmerzen.

Indiziert sind diese Therapieverfahren bei Querschnittsyndromen, Multipler Sklerose, Schädelhirntrauma, nicht operablen Bandscheibenvorfällen, Skoliosen, Neuropathien usw.

Im Vorfeld ist ebenfalls eine exakte Evaluierung erforderlich. Ist danach eine deutliche Reduktion von Spastizität- oder/und Schmerz, und unter Umständen auch eine Funktionsverbesserung durch die Stimulation zu erwarten wird das System implantiert.

 

Subkutane Nervenstimulation

 

Diese Therapieform dient ebenfalls  der Behandlung  chronischer Schmerzen und Spastizität.

Eine Kombination von SCS und subkutaner Stimulation ist manchmal erforderlich, um Schmerzen ausreichend zu lindern.

Auch bei dieser Therapieform ist bei exakter Indikationsstellung eine deutliche Symptomverbesserung zu erwarten.

 

Transkutane Nervenstimulation

 

Dient der Reduktion  chronischer Schmerzzustände.

Mit Hilfe von Oberflächenelektroden werden elektrische Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Über die Modulation der Schmerzfasern kann der Schmerz verringert werden.

 

Funktionelle elektrische Stimulation 


Selbsthaftende Klebeelektroden werden auf die Hautoberfläche geklebt. Mit einer Reihe von Stromimpulsen können die unter der Haut liegenden Nerven/Muskeln elektrisch stimuliert und eine Muskelkontraktion erzielt werden. Dadurch kann eine  Funktionsverbesserung z. B. im Bereich der Beine erzielt werden.

 

 

 

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