ET Irina HAGEDORN

Dipl. Ergotherapeutin


2. Psychiatrische Abteilung regional zuständig für die Wiener Bezirke 14, 15 und 16 und Abteilung für Forensische Psychiatrie
Tagesklinik Pavillon 18/3
Dienststelle:  Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe
Otto-Wagner-Spital und Pflegezentrum
Dienstort:1140 Wien Baumgartner Höhe 1
Telefon:+43 1 910 60 - 21875
Fax: +43 1 910 60 - 11309
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Was kann die Ergotherapie alles leisten und was nicht?

 

In der Ergotherapie können Menschen mit psychischer Beeinträchtigung über das kreative Tun lernen, dass sie selber etwas zu einer Verbesserung ihres derzeitigen Zustandes beitragen können.

Das kreative Handeln, worunter ich auch die eigene Wahl eines Mediums (Holz, Ton, Malen/ Zeichnen, Peddigrohr, Handarbeiten, Pappmaschearbeiten, usw,) verstehe, grenzt sich von dem oft fälschlich für die Ergotherapie verwendeten Begriff des reinen„Bastelns“ ab. Hier kann man vielmehr erfahren, was die eigene Kreativität alles zustande bringen kann und das nur mit der notwendigen Hilfe („Hilfe zur Selbsthilfe“).

Hierbei werden Ressourcen angesprochen- Ressourcen, die auf den ersten Blick für psychisch Kranke vielleicht gar nicht mehr erkennbar sind, jedoch immer noch vorhanden. Die Vertiefung der eigenen Ressourcen weckt auch andere Fähigkeiten und bringt sie ins Bewusstsein. Dies merkt man am besten über die Auseinandersetzung mit einem bestimmten Material- und zwar mit dem Material, was einen gerade am meisten anspricht. Denn z. B. die Bearbeitung eines Specksteins setzt viele Anforderungen als (kommende) Fähigkeiten frei:

Vorstellungsvermögen(„wie soll das Objekt genau aussehen?“), Handlungsplanung („brauche ich dafür eine Skizze?“), Konzentration, Ausdauer+ Geduld, eine erhöhte Frustrationstoleranz, Problemlösungsstrategien, usw.

Darüber hinaus wirkt sich eine Beziehung zum gewählten Objekt oder der Darstellungsweise auch auf die Selbstbeziehung aus- viele Patienten brauchen nach einem Schicksalsschlag erst einmal wieder eine neue Beziehungsaufnahme zu sich selbst – dies gelingt oft über die Objektbeziehung, weil sich darin eigene Anteile spiegeln.

In der Gruppe geht es oft hintergründig auch darum zu erfahren, dass andere auch Probleme haben, manche bauen dadurch soziale Ängste ab und lernen wieder in Interaktion mit anderen Menschen zu treten. Dadurch lernen sie sich zu öffnen und durch Distanznahme auch an sich zu arbeiten.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht das ressourcenorientierte Arbeiten, also in der Bestärkung der Teilnehmer in ihren Stärken und Fähigkeiten, so dass eine verbesserte Selbstständigkeit erreicht werden kann. Außerdem ist die Ergotherapie ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen kann (durch die Konzentration auf sein Werkstück), wodurch es leichter ist, den Weg zu sich zu finden und mehr Ausgeglichenheit zu haben.

 

 

Irina Hagedorn, Ergotherapeutin

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