Betriebs- und Leistungsbeschreibung

Otto Wagner Pflegezentrum

Geriatrisches Zentrum

 

 

Betriebs- und Leistungsbeschreibung nach dem Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetz (§ 7 WWPG):

 

 

  1. Heimträger

Stadt Wien – Wiener Krankenanstaltenverbund –  Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser mit sozialmedizinischer Betreuung

 

  1. Art und Zweckwidmung des Geriatrischen Zentrums

Das Otto Wagner Pflegezentrum bietet Langzeitpflege im Ausmaß von 100 Pflegeplätzen an.

 

Geriatrisches Zentrum

Pavillon 9/2 (Erdgeschoss)

Langzeitpflege für 24 BewohnerInnen

 

Pavillon 9/3 (1. Stock)

Langzeitpflege für 24 Bewohnerinnen

 

 

Pavillon 15/2 (Erdgeschoss)

Langzeitpflege für 28 BewohnerInnen

 

Pavillon 15/3 (1. Stock)

Langzeitpflege für 24 BewohnerInnen

Gesamt: 100 Plätze

 

 

  1. Grad der Pflegebedürftigkeit der für die Aufnahme in Betracht kommenden Personen

Für eine Aufnahme vorgesehene Person sollten Bezieher einer Mindestpflegegeldstufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG) sein.

 

  1. Voraussetzungen für die Aufnahme von Personen, die eine physische oder psychische Beeinträchtigung aufweisen

Für die Langzeitstationen sind keine speziellen Voraussetzungen fixiert. Die Aufnahmevoraussetzungen für die Kurzzeitpflegestation werden durch Vorbegutachtung des mobilen Assessmentteams geprüft.

 

  1. Pflegerisches Konzept (§ 11 WWPG)
    1. Pflegeverständnis (Pflegeleitbild):

Unsere Achtung, unser Respekt gilt für alle BewohnerInnen gleich, ungeachtet ihres Alters, ihrer Herkunft, ihres Glaubensbekenntnis oder sonstiger, ethnischer Prinzipien. Wir sehen die uns anvertrauten Menschen als Individuen mit vielfältigen Bedürfnissen, Problemen, aber auch Fähigkeiten. Deshalb bemühen wir uns, sowohl die gesunden, als auch die kranken Anteile der Persönlichkeiten innerhalb des Betreuungskonzeptes zu berücksichtigen.

 

Unser Ziel ist, dass durch sowohl fachliche, als auch soziale Kompetenz der MitarbeiterInnen eine Atmosphäre von Sicherheit und Wohlbefinden für die BewohnerInnen wachsen kann, nach dem Motto: „Nicht daheim und doch zu Hause“.

 

    1. Pflegemodell und Pflegekonzepte

Wir legen Wert auf eine grundsätzlich aktivierende Pflegehaltung mit dem Ziel, die Eigenressourcen und die Selbstständigkeit der BewohnerInnen ausgerichteten Beschäftigungs- und Animationsprogramm mitzuwirken.

 

Selbstverständlich fördern wir auch den Kontakt zur Außenwelt, in dem wir diese einerseits in das Heim hereinholen (Feste im Jahreskreis, kulturelle Veranstaltungen, ...), andererseits die BewohnerInnen hinaus begleiten und sie dadurch am öffentlichen Leben teilhaben können (Einkaufsfahrten, Ausflüge, Besuch von Museen, Sehenswürdigkeiten, Restaurantbesuche, ...).

 

Wir orientieren uns zusätzlich an den Werken von

-          N. Roper – Aktivitäten des täglichen Lebens

-          D. Orem – Selbstpflegemodell und

-          C. Saunders – Palliative Care

 

    1. Pflegerisches Leistungsangebot

Pflege wird rund um die Uhr gewährleistet und wird entsprechend dem Heimvertrag (§ 6-8) und der Heimordnung angeboten.

 

    1. Betriebs- und Leistungsbeschreibung betreffend Standards der Betreuung und Pflege

In den Rahmenstandards für den Bereich Gesundheits- und Krankenpflege des KAV ist die Pflegequalität festgelegt. Diese bilden die Basis für die Leistungen im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege. Die hauseigenen Pflegestandards beschreiben die Vorgehensweise der Pflegehandlungen, individuelle Bedürfnisse finden Berücksichtigung.

 

    1. Aufbau- und Ablauforganisation der Pflege

Die Ablauforganisation der Informationsflüsse im Haus (Dienstübergaben, Teambesprechungen, regelmäßige Besprechungen zwischen Stationsschwestern/Pfleger und Oberschwestern/Pfleger, Besprechung mit der Pflegedienstleitung, interdisziplinäre Besprechungen, Visiten) ist geregelt.

Sämtliche Abläufe (Bewohner, Mitarbeiter und Stationsbezogen) sind erfasst (z.B. durch Willkommensmappe, Checklisten, Stationshandbücher, Dienstanweisungen, Stationskonzepte).

 

    1. Angaben zur Hygienefachkraft: § 14

Das zeitliche Ausmaß der Tätigkeiten richtet sich nach Größe und dem Leistungsangebot des Heimes, in Anlehnung an die Leitlinie PROHYG und ist im Haus erfüllt.

 

    1. Personalausstattung: § 9

Organisation des Pflegedienstes:

Pflegedienstleitung :

Frau OSr. Romana Eiterer

 

Personalplan:

Dem Geriatrischen Zentrum im Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartner Höhe Otto Wagner Spital mit Pflegezentrum stehen derzeit 68 Dienstposten (VZÄ) für den Pflegedienst (gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege und Pflegehilfe; inkl. Chargen) zur Verfügung

Zusätzlich werden zur Leistungserbringung 13 Dienstposten Abteilungshelferinnen vorgehalten.

 

    1. Stellenbeschreibung:

Innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes sind für sämtliche, der Pflege zugeordnete Berufsgruppen Stellenbeschreibungen vorhanden.

 

    1. Personalentwicklung, die Art und Ausmaß der Fort- und Weiterbildung regeln:

Das gemäß GuKG § 63 festgeschriebene Ausmaß für Fortbildungen wird angeboten. Die Teilnahme daran wird den Angehörigen des Pflegedienstes für Gesundheits- und Krankenpflege ermöglicht.

 

    1. Angaben über Art und Ausmaß der berufsbegleitenden Supervision:

Diese sind innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes per Erlass geregelt und können dementsprechend konsumiert werden.

 

    1. Dokumentation § 17:

Hinweis für die hauptverantwortlichen Pflegeperson in der Dokumentation:

Der Hinweis für die hauptverantwortlichen Pflegeperson in der Dokumentation findet sich in den regelmäßigen Evaluierungen der Pflegedokumentation durch die leitende Pflegeperson einer Station, da lt. Stellenbeschreibung der Stationsschwester/ des Stationspflegers diese Aufgabe in deren Tätigkeitsbereich fällt.

 

    1. Angaben zum Pflegeprozess:

Der Pflegeprozess ist ein gemeinsamer (Patient/Bewohner und Pflegepersonal) entwickelter Plan, in dem Bedürfnisse des Patienten/Bewohners erkannt, Wege zur Lösung festgelegt und die Erreichung der Ziele überprüft werden. Der Pflegeprozess selbst wird analog den Bestimmungen des GuKG § 14 durchgeführt.

 

    1. Angaben über allfällige Freiheitsbeschränkungen nach § 6 des Heimaufenthaltsgesetzes (HeimAufG):

Der Bewohnervertreter lt. HeimAufG ist bekannt. Die genaue Ablauforganisation bezüglich Meldung/Aufhebung einer Freiheitsbeschränkung ist schriftlich festgehalten und allen Beteiligten bekannt.

 

    1. Angaben über die Einstufung nach dem Pflegegeldgesetz:

Jeder Bewohner/Patient wird binnen 14 Tagen nach der Aufnahme eingestuft. Diese Pflegegeldvorbegutachtung wird der zuständigen Pensionsversicherungsanstalt übermittelt. Die definitive Zuerkennung des Pflegegeldes erfolgt über die auszahlende Stelle. Zusätzlich wird bei Veränderungen des Allgemeinzustandes der Patientin / des Patienten / der Bewohnerin / des Bewohners neuerlich ein Antrag gestellt

 

    1. Angaben zur Qualitätsarbeit § 18:

Entsprechend dem Rahmenleitbild des Wiener Krankenanstaltenverbundes bemühen wir uns um ständige Verbesserung der Qualität unserer Leistungen.

Innerhalb des Pflegebereiches sind Kriterien festgelegt (z.B.: Rahmenstandards, Richtlinie zur Pflegedokumentation), deren Einhaltung im KAV in regelmäßigen Abständen sowohl hausintern als auch Haus überprüft wird.

 

  1. Medizinisches / therapeutisches Konzept nach § 13 des WWPG

 

6.1. Medizinisches Konzept

      Medizinisch Verantwortlicher: Dr. Rudolf Soucek

 

Ziel ist die umfassende medizinische Betreuung aller uns anvertrauten PatientInnen und BewohnerInnen durch StationsärztInnen. Für die geriatrischen Stationen werden jeden Wochentag 08.00 – 13.00 Uhr kontinuierliche medizinische Behandlungen durchgeführt. Zusätzliche Einrichtung eines 24 Stunden Nachtdienstes und dadurch ständige Anwesenheit durch einen, bzw. zweier ÄrztInnen.

 

Alle ÄrztInnen haben langjährige Erfahrung in der Betreuung von geriatrischen PatientInnen / BewohnerInnen, viele von ihnen das Geriatriediplom und das Diplom für Palliativmedizin.

 

Die Schwerpunkte der Behandlung liegen in der palliativen Betreuung unserer chronisch kranken PatientInnen / BewohnerInnen mit Schmerztherapie, Demenztherapie und der Behandlung von internen, neurologischen, psychiatrischen und pulmologischen Krankheitsbildern.

 

Von allen ÄrztInnen gibt es Stellenbeschreibungen, es werden regelmäßig Mitarbeiterorientierungsgespräche durchgeführt.

 

Alle wichtigen Abläufe sind in einem Organisationshandbuch zusammengefasst.

 

Die regelmäßige und genaue Dokumentation aller medizinischen und therapeutischen Maßnahmen wird durchgeführt und auch vom medizinisch Verantwortlichen kontrolliert.

 

-          Innere Organisationsstruktur

Die geriatrischen Stationen werden medizinisch verantwortlich durch den Abteilungsvorstand geführt. An den Stationen gibt es jeweils stationsführende ÄrztInnen.

 

-          Medizinisch / apparative Ausstattung des Hauses

Durch den Verbund mit dem SMZ Baumgartner Höhe sind alle wesentlichen Zugänge zu diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen im Nahbereich des geriatrischen Zentrums gelegen und rasch verfügbar.

 

-          Ärztliche Konsiliarversorgung

Die KonsiliarärztInnen des SMZ Baumgartner Höhe stehen auch den PatientInnen / BewohnerInnen des Otto Wagner Pflegezentrums zur Verfügung.

 

-          Arzneimittelversorgung

Diese ist gewährleistet, durch die am Standort befindliche Anstaltsapotheke des SMZ Baumgartner Höhe.

 

-          Notfallversorgung

Diese erfolgt durch die ärztliche Dienstleistung rund um die Uhr.

 

          6.2. Therapeutisches Konzept

Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität durch Rehabilitation und Aktivierung unsere PatientInnen / BewohnerInnen verbunden mit geistigen Training und Beschäftigungstherapie.

 

Dazu gibt es am Geriatrischen Zentrum angestellte PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen, MusiktherapeutInnen, medizinisch technische Fachkräfte, medizinische Heilmasseure.

 

Die Aufgaben der paramedizinischen Dienste sind mittels Stellenbeschreibung spartenbezogen festgelegt – diese liegen vor.

 

Die Dienstaufsicht liegt beim jeweiligen Abteilungsvorstand.

 

Von allen TherapeutInnen gibt es Stellenbeschreibungen, es werden regelmäßig Mitarbeiterorientierungsgespräche durchgeführt.

 

 

  1. Spezielle soziale Aktivitäten

Ziel:

-          Fortführung gewohnter Aktivitäten

-          Training von Fertigkeiten

-          Motivation

-          Sinnerfüllung

-          Gemeinsames Tun

-          Öffentlichkeitsorientierung

 

Innerhalb des Hauses:

-          Faschingsfest

-          Osterfeier

-          Muttertagsfeier

-          Grillfest

-          Geburtstagsfeier

-          Nikolobesuch

-          Stationsweihnachtsfeier

 

Außenaktivitäten:

-          Sommerfest

-          Fahrten in den Tierpark von Schönbrunn

-          Besuch des Christkindlmarktes

-          Kinobesuch

-          Fernsehräume mit Videorecordern und einer Videothek

-          Tiertherapie

-          Therapiehund

-          Konzertnachmittag

-          Friseur und Fußpfleger kommen auf die Stationen (14tägig)

 

 

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