Restless Legs (Syndrom der „unruhigen Beine“)

Was ist das Restless-legs-Syndrom ?

Das Restlegs-legs-Syndrom (kurz: RLS) ist eine häufige neurologische Erkrankung (3-10% der Bevölkerung !)und ist gekennzeichnet durch Bewegungsdrang der Beine begleitet von Missempfindungen in Waden und Oberschenkelmuskulatur. Das RLS ist gut behandelbar, unbehandelt jedoch leiden Patienten mit RLS an zum Teil schweren Ein- und Durchschlafstörungen sowie Tagesmüdigkeit, weiters kommt es zu sozialer Beeinträchtigung (z.B. Unmöglichkeit, im Kino oder Theater ruhig zu sitzen).

 

Welche Beschwerden sind für ein Restless-legs-Syndrom charakteristisch ?

  • Schwer beschreibbare Missempfindungen in den Beinen, insbesondere in der Waden und Oberschenkelmuskulatur, führen zu einem Bewegungsdrang der Beine.
  • Diese Beschwerden treten vor allem in Ruhe auf, z.B. beim längeren still Sitzen und im Liegen.
  • Aktive Bewegung der Beine bringt rasche Erleichterung, z.B. „Strampeln“der Beine im Bett oder unter dem Tisch, sowie auf und ab Gehen. In Ruhe kehren die Beschwerden jedoch rasch zurück !
  • Am ausgeprägtesten sind die Missempfindungen und der Bewegungsdrang am späten Nachmittag oder abends. Einschlafen ist oft nur schwer möglich.

 

Wer bekommt ein Restless-legs-Syndrom ?

RLS kann prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten, am häugsten beginnen die Beschwerden jedoch zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Im Verlauf kann das Ausmaß der Beschwerden variieren, viele Patienten sind jedoch ein Leben lang betroffen.

 

Was ist die Ursache eines Restless-legs-Syndroms ?

Zumeist bleibt die Ursache unbekannt, man vermutet in diesen Fällen eine Funktionsstörung des Dopamin-Systems (Dopamin ist ein Botenstoff im Gehirn) im Hirnstamm. Da oft mehrere Familienmitglieder an einem RLS leiden, wird auch eine erbliche Komponente vermutet.

 

In einem Teil der Patienten findet man als mögliche Ursache oder Mitursache einen erniedrigten Bluteisenspiegel, eine leichte Schädigung der Nervenfasern in den Beinen (Polyneuropathie), Rheuma oder Nierenschäden. Auch Schwangerschaft kann ein Restless- legs- Syndrom auslösen, ebenso manche Medikamente.

 

Wie diagnostiziert mein Arzt ein Restless-legs-Syndrom ?

Die vom Patienten geschilderten Beschwerden sind an sich oft sehr charakteristisch, weiters ist eine neurologische Untersuchung notwendig. Mögliche Ursachen (Eisenmangel etc.-siehe oben) sollten abgeklärt werden.

 

Oft erkennt man ein RLS erst im Schlaflabor. Typisch für das RLS sind unwillkürliche Beinbewegungen im Schlaf sowie häufiges kurzes Aufwachen und eine oft massive Störung des normalen gesunden Schlafmusters. Die starke Tagesmüdigkeit ist es auch, die RLS Patienten zur Schlaflabor-Untersuchung führt.

 

Wie behandelt man das Restless- legs- Syndrom ?

Neben der Behandlung manchmal vorhandener auslösender Grunderkrankungen (Eisenmangel etc. siehe oben) ist Hauptpfeiler der Therapie die Verbesserung der Dopamin-Funktionen im Gehirn. Hierzu verwendet man sogenannte Dopa-Agonisten oder L-Dopa in niedriger Dosierung. Die meisten Patienten sprechen hervorragend auf diese Therapie an !

 

(OA Dr. Helmut Rauschka, Facharzt für Neurologie, KH- Hietzing Abt. für Neurologie, Pav.11)

Polysomnographie (PSG)

Bein - EMG

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