Beitrag vom: 10.03.2017

KAV verdoppelt Kapazität für Strahlentherapie

Zwei neue LINAC-Zentren werden heuer und 2019 in Betrieb gehen

Person liegt im Strahlentherapiegerät; Foto: iStock / arfosnBereits in den Jahren 2013 und 2015 wurde beschlossen, dass im Krankenhaus Hietzing und im Donauspital zwei neue LINAC-Zentren entstehen. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren haben im Krankenhaus Hietzing Ende 2016 und jetzt auch im Donauspital die Bauarbeiten dafür begonnen. Damit erweitert der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) wie angekündigt seine Kapazitäten in der Strahlentherapie. Im Krankenhaus Hietzing  werden schon mit Ende des Jahres 2017 zwei neue topmoderne Linearbeschleuniger (Linear-Accelerator, kurz LINAC) in Betrieb gehen. „Wir setzen damit die nächsten wichtigen Schritte im geplanten Ausbau der Strahlentherapie in Wien“, sagt KAV-Generaldirektor Udo Janßen

Im Laufe der zweiten März-Woche 2017 werden neben dem bestehenden Strahlenzentrum am südlichen Ende des Spitalareals 21 Module für den Hochbau des LINAC-Zentrum positioniert. Diese Modulbauweise ähnelt einem Fertigteilbau, sie sind zu fast 90 Prozent für den künftigen Gebrauch fertiggestellt und werden so auch angeliefert. Diese Form des Hochbaus ermöglicht eine möglichst rasche Fertigstellung. Das Gebäude ist nach seiner Fertigstellung weder innen noch von außen von einem konventionellem Bau zu unterscheiden. Die Anlieferung der Module ist Mitte März abgeschlossen, danach beginnen die Fassadenarbeiten sowie der Innenausbau.

Baufertigstellung und Inbetriebnahme noch heuer

„Die Bauarbeiten sollen im Sommer beendet werden, dann folgt der Probebetrieb. Gegen Jahresende könnten die ersten PatientInnen zur Strahlentherapie kommen“, kündigt Gottfried Kögler von der technischen Direktion des Krankenhauses Hietzing an. Das neue LINAC-Zentrum steht für PatientInnen aus ganz Wien zur Verfügung und ist Teil der Sonderabteilung für Strahlentherapie. Behandlungsschwerpunkte sind die Behandlung von Prostatakrebs, Brustkrebs, Tumoren im Hals-Nasen-Ohrenbereich, Darmkrebs sowie Lungenkrebs.

Fortschrittliche Krebsbehandlung, Verdoppelung der PatientInnenzahl

„Ausgestattet wird das Zentrum mit zwei Linearbeschleunigern neuester Technologie und  der dafür erforderlichen Infrastruktur. Damit können wir eine besonders schonende Behandlung ermöglichen“, erläutert Prim. Tomas-Hendrik Knocke-Abulesz. Künftig soll sein Team dann bis zu 130 PatientInnen pro Tag an der gesamten Abteilung behandeln. „Das ist eine Verdopplung der bisherigen PatientInnenzahl“, sagt Knocke-Abulesz. Im neuen Haus werden rund 60 MitarbeiterInnen tätig sein und sich um die PatientInnen kümmern.

Weiterer Ausbau im Donauspital

„Das neue LINAC-Zentrum ist ein zentraler Baustein beim Ausbau der Strahlentherapieplätze innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Mit der Inbetriebnahme können KrebspatientInnen noch rascher als bisher ihre Strahlentherapie erhalten“, sagt KAV-Generaldirektor Udo Janßen. Bereits im Jänner 2017 hat der Bau zur Erweiterung der Strahlentherapie im Donauspital begonnen. Für das Donauspital sind vier Linearbeschleuniger geplant, die Inbetriebnahme soll im Jahr 2019 mit drei Geräten starten. 2020 kommt das vierte Gerät dazu. Der KAV wird dann 15 statt wie bisher elf Linearbeschleuniger im Einsatz haben. Neben dem Ausbau der Kapazitäten arbeitet der KAV auch weiter daran, die Geräte optimal auszulasten, um möglichst viele PatientInnen behandeln zu können.

 

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