Kinderintensivstation
« Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde

Leitende Oberärztin  OÄ Dr. Angelika Eng-Schwartz
Telefon: +43 1 601 91 - 726 90
Fax: +43 1 601 91 - 2699

Medizinische Schwerpunkte

Kinderintensivstation

 

Ein kompetentes Intensivteam aus erfahrenen IntensivärztInnen und Intensivschwestern steht rund um die Uhr für die Versorgung schwerst kranker, oft auch lebensbedrohter Kinder bereit. Die mit modernsten Geräten ausgestattete Station verfügt über 6 Intensiv-Behandlungsplätze. Unser neonatologisches Intensivtransport-Team versorgt im Notfall die Geburtshilfe-Abteilungen des KFJ-Spitals, des KH-Lainz und des St.Josef-Spitals. Wenn notwendig, werden Neu- bzw. Frühgeborene in einem Transportinkubator in das Kinderspital gebracht. Während des Transportes können kranke Kinder Sauerstoff erhalten, im Notfall auch beatmet werden.

An unserer Intensivstation wird dem Prinzip gefolgt, minimal invasive Behandlungsformen zu wählen und belastendere Therapien nur dort einzusetzen, wo sie unumgänglich notwendig sind. Zum Beispiel finden wir zumeist mit nicht invasiver atemunterstützender Therapie (Nasen-CPAP) das Auslangen und müssen nur in sehr wenigen Fällen eine kontrollierte maschinelle Beatmung durchführen.

In enger Zusammenarbeit mit PhysiotherapieErgotherapie und Logopädie bieten wir unseren Intensivkindern eine umfassende interdisziplinäre Betreuung an. Zur rascheren Genesung nach schweren Krankheiten setzen wir in manchen Fällen auch komplementäre Methoden wie und Laserakupunktur ein. Um Schmerzen auch ohne Einsatz von Medikamenten lindern zu können, wenden wir mit Erfolg eine spezielle Form der Musiktherapie, die Musik-Resonanz-Therapie, schon bei unseren kleinsten Patienten an. Wir legen großen Wert auf die intensive Kommunikation mit den Eltern unserer teils schwer kranken Patienten. Dabei werden wir von unseren PsychologInnen unterstützt, die den Eltern in schwierigen Situationen bestehen.

An welchen Krankheiten leiden unsere kleinen Patienten?

Ein Grossteil unserer Patienten sind Zu früh geborene Kinder/Frühgeborene. Viele Organe, wie zum Beispiel die Lunge, sind noch nicht für das Leben außerhalb des Mutterleibs ausgebildet. Die Lungenunreife des Frühgeborenen wird in der Fachsprache Atemnotsyndrom oder Surfactant-Mangelsyndrom genannt. Surfactant ist eine wichtige biologische Substanz, die verhindert, dass die Lunge beim Ausatmen in sich zusammenfällt. Bis das Baby selbst ausreichend Surfactant bildet, können wir entweder mit Gabe von Surfactant, mit maschineller Beatmung oder nicht invasiver Atemunterstützung (Nasen-CPAP) überbrücken.

Frühgeborene und am Termin geborene Kinder können an schweren Infektionen erkranken. Da ihr Immunsystem noch unreif bzw. geschwächt ist, kann es zu einer raschen Ausbreitung der Krankheitserreger im Körper und zu schweren Krankheitsbildern mit vorübergehendem Versagen mehrerer Organsysteme (Atem- und Herz-Kreislaufinsuffizienz) kommen, sodass für diese Kinder Antibiotikatherapie, künstliche Beatmung und medikamentöse Kreislaufunterstützung notwendig sein kann. In der kalten Jahreszeit können auch größere Kinder an schweren Infektionen, vor allem der Lunge (z.B. RSV-Bronchiolitis) erkranken, die eine Intensivtherapie erfordern. Auch andere akute Krankheitsbilder wie schwere Krampfanfälle, Infektionen wie Meningitis, Entzündungen des Herzmuskels und Vergiftungen verlaufen manchmalo so, dass die Lebensfunktionen maschinell stabilisiert werden müssen.

Neugeborene Kinder mit angeborene Herzfehler werden an unserer Intensivstation in enger Zusammenarbeit mit unserer kinderkardiologischen Ambulanz (Leiterin: OA Dr. Ehringer-Schetitska) diagnostiziert, stabilisiert und wenn notwendig zur operativen Korrektur an spezialisierte Zentren (z.B. Univ.Kinderklinik Wien, Graz, oder Herzzentrum Linz) weitertransferiert.

Wir betreuen auch chronisch kranke Kinder mit schweren Behinderungen, Muskelkrankheiten oder anhaltenden Störungen des Atemzentrums. Diese Kinder haben spezielle Bedürfnisse und sind manchmal sehr lange bei uns stationär aufgenommen. Damit sich diese Kinder trotz ihrer schweren chronischen Erkrankung in ihren Möglickeiten optimal entwickeln können, arbeiten wir zusammen mit den Eltern ein umfassendes Betreuungsprogramm aus (Physio-, Logo-, Ergotherapie).   

 

 

Sozialmedizinisches Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital Verantwortlich für diese Seite:
Web-Redaktion SZX (Kaiser-Franz-Josef-Spital)