Beitrag vom: 07.11.2018

KAV: Sanierungen in der Rudolfstiftung laufen fachgerecht und planmäßig

PatientInnen und MitarbeiterInnen sind in sicherem Umfeld

Die Krankenanstalt Rudolfstiftung ging 1865 in ihrer ursprünglichen Form in Betrieb, 1977 wurde das 17 Stockwerke zählende Hochhaus eröffnet. In den 1970er Jahren galt Asbest noch als gängiges Baumaterial und wurde vor allem zum Brandschutz und zur Wärmedämmung eingesetzt, heute sind Gefährdungen durch Asbest evident und unbestritten. Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat daher bereits in den 1990er Jahren im Zuge von Stationssanierungen auch Asbestsanierungen durchgeführt.

Sowohl aus technischer als auch aus medizinischer Sicht wird dem KAV bescheinigt, bei den Sanierungsarbeiten fachgerecht und entsprechend der geltenden Vorschriften vorzugehen. „Wir sanieren bei laufendem Betrieb unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen“, erklärt Herwig Wetzlinger, Generaldirektorin-Stellvertreter des KAV. „So können wir einerseits den PatientInnenbetrieb aufrechterhalten. Andererseits stellen wir damit sicher, dass weder PatientInnen und BesucherInnen noch das Personal einer gesundheitsgefährdenden Asbestkontaminierung ausgesetzt werden.“ Die Sanierungsmethode im laufenden Betrieb eines Krankenhauses ist die einzig denkbare und erfolgt nach Stand der Technik.

„Die Umbauarbeiten werden von der Planung bis zur Abnahme vor Inbetriebnahme durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen der Fachrichtung Asbest begleitet und kontrolliert“ erläutert DI Marco Dorn, technischer Direktor der KAV-Krankenanstalt Rudolfstiftung. „Es werden laufend Luftmessungen durchgeführt. Es ist gänzlich auszuschließen, dass Personal, PatientInnen und BesucherInnen der Rudolfstiftung gesundheitsgefährdenden Asbestkontaminierungen ausgesetzt sind.“

Die Rudolfstiftung hat das Thema Gesundheitsgefährdung von PatientInnen und Personal kürzlich durch den renommierten Umweltmediziner Dr. Hans Peter Hutter prüfen lassen. Ziel war es, festzustellen, ob die gemessenen Faserkonzentrationen bzw. die dargestellten Expositionen ein Gesundheitsrisiko für die MitarbeiterInnen und für die PatientInnen darstellen. Das Vorgehen bei den Sanierungen entspricht dem vorsorgenden Gesundheitsschutz, der aus ärztlicher Sicht geboten ist. Der Richtwert der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Schutz der Allgemeinbevölkerung bei 1.000 Asbestfasern pro . Dr. Hutter kommt zum Ergebnis, dass sowohl dieser Wert als auch der von der Rudolfstiftung gesetzte Sanierungszielwert von 500 Fasern pro m³ deutlich unterschritten wurde. Das Gutachten steht als Download zur Verfügung.

„Es ist der Personalvertretung ein großes Anliegen, der Verunsicherung der Kollegenschaft und der PatientInnen einen Schlusspunkt zu setzen“, sagt Karl Pogats, Personalvertreter in der KAV-Krankenanstalt Rudolfstiftung. „Die Personalvertretung hat laut Personalvertretungsgesetz ein Mitwirkungsrecht, insbesondere in Bezug auf den Gesundheitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus dieser Rolle heraus waren und sind uns sämtliche Sanierungsmaßnahmen bekannt.“

„Bei den Arbeiten war die Einhaltung der vorgeschriebenen Normen bzw. der empfohlenen technischen Rahmenbedingungen gewährleistet, die Sanierungen verliefen mängelfrei“, bestätigt Dr. Sedlacek. „Bei den durchgeführten Raumluftmessungen konnten keine Asbestfasern nachgewiesen werden. Bei sämtlichen Umbauarbeiten, die wir überwacht haben, sind die Sanierungsfirmen fachgerecht und entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen vorgegangen. Eine Gefährdung von PatientInnen und MitarbeiterInnen kann ich daher ausschließen.“

Asbest-Gutachten Krankenanstalt Rudolfstiftung (665kB-PDF)


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