Bauliche Maßnahmen
« Der Wiener Krankenanstaltenverbund im Jahr 2016

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Mutter-Kind- und OP-Zentrum im Kaiser-Franz-Josef-Spital eröffnet

Im Juni 2016 übersiedelte das Preyer’sche Kinderspital in das neue Mutter-Kind und OP-Zentrum am Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ). Mit 6. Juni ging die neue Einrichtung in Vollbetrieb. Auf sechs Ebenen und mit 258 Betten sind die Stationen aus den Bereichen Chirurgie, Urologie, Gynäkologie und HNO im KFJ angesiedelt. Für operative Eingriffe steht ein Zentral-OP mit acht Sälen zur Verfügung, an der Entbindungsstation ist zusätzlich ein Operationssaal für Kaiserschnitte angeschlossen. Seit Jahrzehnten ist das Preyer’sche Kinderspital eine fixe Größe in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Wien, nun wurde es in die Kundratstraße 3 übersiedelt. Damit ist die Abteilung nicht nur in einer topmodernen medizinischen Einrichtung integriert, sondern schöpft auch aus der Infrastruktur eines Großkrankenhauses. Vor allem aber können seit Juni Mütter und ihre Neugeborenen unter einem Dach versorgt werden.

Hubschrauberlandeplatz Wilhelminenspital

Nach acht Monaten Bauzeit wurde am 11. August der neue Hubschrauberlandeplatz des Wilhelminenspitals eröffnet. Vom Landeplatz sind über eine 35 Meter lange Brücke die Bereiche der notfallmedizinischen Versorgung - z. B. Schockraum, Unfall- und Gefäßchirurgie, etwa mit schwer verletzten Personen - erreichbar. Der neue beheizte und somit winterfeste Landeplatz mit eigener Feuerlöschanlage liegt in einer Höhe von 25 Metern und bietet eine 27 mal 27 Meter große Landeplattform, für die 450 Tonnen Stahl verbaut wurden. Die Kosten für den Neubau des rund 700 Quadratmeter großen Hubschrauberlandeplatzes liegen bei rund 4,3 Millionen Euro.
Mit der Errichtung wurden auch bestehende Abläufe und die Organisation angepasst, z. B. die Einsatzzeiten Betriebs- und EinsatzleiterInnen (24 Stunden/365 Tage). Mit Unterstützung der in diesen Belangen erfahrenen ÖAMTC- und Austro Control-MitarbeiterInnen erhielten 24 MitarbeiterInnen Schulungen in den Bereichen Betriebs- und Einsatzleitung, Brandschutz, PatientInnenübergabe, spezielle Situationen und Gefahrenmomente im Umgang mit Hubschraubern und neue Technikanlagen.

Hubschrauberlandeplatz im Donauspital

Die Hubschrauberlandeplattform des Donauspitals entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Daher wurde von Februar bis August umgebaut, im September konnte der neue Landeplatz in Betrieb gehen. Wie im Wilhelminenspital ist auch der Landeplatz im Donauspital beheizt. Bislang wurde der vorige Hubschrauberlandeplatz rund 150 Mal pro Jahr angeflogen, davon sechs Nachtflüge (zwischen 22.00 und 6.00 Uhr).
Der neue Landeplatz liegt im Stockwerk 7 über dem OP-Trakt in rund 25 Metern Höhe, hat einen Durchmesser von ca. 26 Metern und trägt bis zu sechs Tonnen - das entspricht zwei Rettungshubschraubern. Rund 130 Tonnen wurden verbaut, die Gesamtkosten liegen bei rund 2,2 Millionen Euro.

Pavillon Severin - Neue Tuberkulosestation im Otto-Wagner-Spital

Der Wiener Krankenanstaltenverbund hat wegen der steigenden Anzahl an PatientInnen mit multiresistenten Keimen im Otto-Wagner-Spital ein neues Kompetenzzentrum Tuberkulose mit Schwerpunkt resistente Tuberkulose errichtet. Der medizinisch zuletzt ungenutzte Pavillon Severin im Nordwesten des Areals wurde generalsaniert und zu einer Spezialstation für aerogen erworbene Infektionskrankheiten umgestaltet. Damit steht eine im Wiener KAV einzigartige Einrichtung zur Verfügung.
Nach nicht einmal zweijähriger Bauzeit gibt es jetzt zwei Einbett-Risikozimmer, acht Einbettzimmer und fünf Zweibettzimmer – also insgesamt 20 Betten. Nach den Prognosen zu Planungsbeginn ist das für Wien und Umgebung ausreichend. Um Ansteckungen innerhalb des Pavillons zu verhindern, bedurfte es spezieller Umbauten. Alle PatientInnenzimmer verfügen über speziell abgesicherte individuell steuerbare Lüftungsanlagen, die leichten Unterdruck in den dennoch behaglichen Zimmern erzeugen. Die Risikozimmer haben Schleusen mit integrierten Desinfektionsduschen für das Personal, so wird jegliche Dekontamination nach außen vermieden. In diesen Zimmern können auch die hochansteckenden Ebola- oder MERS-PatientInnen behandelt und versorgt werden. Der Umbau und die Adaptierung blieben im vorgegebenen Zeit- und Kostenplan (21 Monate Bauzeit, Kosten: 6 Mio. Euro).

Krankenhaus Nord: 2016 letzte Bauphase

Der Innenausbau des Krankenhauses Nords schritt 2016 kräftig voran. Ambulanzen wurden nahezu fertiggestellt, Bettenstationen werden aktuell eingerichtet. Technikzentralen im Keller sind aufgebaut, jene auf dem Dach kurz vor Fertigstellung. Aktuell wird intensiv am Herzstück, den Operationssälen, des Spitals gearbeitet. Da das Gebäude vom Eingang weg und von den Seiten zur Mitte gebaut wird, ist vieles in den vorderen Bereichen weit fortgeschritten, während in manchen Teilen des Hauses noch einiges an Arbeit wartet.

Während der Bau selbst nach Plan verläuft, wurde 2016 die letzte Phase des Riesenprojekts - Betriebsvorbereitung, Inbetriebnahme und Übersiedlung - eingeläutet. Gemeinsam mit den bereits bestellten Führungskräften aus Medizin, Pflege und Therapie werden die künftigen Abläufe und Aufgabenverteilungen des Krankenhauses Nord in einem laufenden Prozess erarbeitet.

Die unzähligen neuen Konzepte des Krankenhauses Nords, z. B. die Tageskliniken oder die Terminambulanzen, werden bereits in den bestehenden Übersiedlungshäusern und -abteilungen erprobt. Beispielsweise im KH Floridsdorf: Per 1. September startete Philip Eisenburger mit dem Aufbau des künftigen KHN-Notfallzentrums.

Bereits im April begann Helmut Pollak, Personalstellenleiter, intensiv mit dem Aufbau des künftigen Personals. Des Weiteren erfolgte die Bestellung von Wilfried Gröblinger zum interimistischen Technischen Direktor, dem derzeit 17 TechnikerInnen, die sich mit den Anlagen vertraut machen und sukzessive ihren Stab für die technische Betriebsführung des Spitals aufbauen, unterstellt sind.

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