Beitrag vom: 24.12.2019

Wiener Städtische Spitäler auf Grippewelle vorbereitet

KAV-Grippeplan sieht Kapazität von über 560 Betten vor

Das Auftreten der Influenza ist alljährlich mit dem Winterbeginn aktuell. Gerade in großen Ballungsräumen wie Wien sind Grippewellen nicht zu verhindern. Allerdings können vielen Maßnahmen getroffen werden, um deren Ausbreitung und Folgewirkungen einzudämmen. Auch die Wiener Städtischen Spitäler sind entsprechend vorbereitet.

KAV-Grippepläne für geregelte Abläufe in den Spitälern

Ziel in den Spitälern ist es, Grippeerkrankte schnell zu identifizieren, damit niemand weiterer mit Influenza angesteckt wird. Patientinnen und Patienten mit entsprechenden Krankheitssymptomen, die die Spitalsambulanzen aufsuchen, werden mit Masken ausgestattet und in eigene Wartebereiche transferiert. Patientinnen und Patienten, die aufgenommen werden müssen, werden auf eigens dafür definierten Grippestationen untergebracht. Sollte die Grippewelle ein größeres Ausmaß erreichen, stehen weitere Stationen als Grippestationen bereit. Die derzeit verfügbare Kapazität für Influenza-bedingte stationäre Aufnahmen liegt bei über 560 Betten.

Information der Bevölkerung

Ganz wesentlich ist die umfassende Information der Bevölkerung über die Aktivität des jeweiligen Grippevirus. Die MA15, der Gesundheitsdienst der Stadt Wien, stellt eine wöchentlich aktualisierte Information über den Verlauf der Virusaktivität zur Verfügung. Bewertet wird das Ausmaß der Grippeaktivität durch das Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Verbunden mit der Information zum Verlauf von Grippewellen sind eine Reihe von wichtigen Handlungsempfehlungen, die die Wienerinnen und Wiener beim Schutz vor einer Ansteckung unterstützen.

Grippeimpfung bietet den besten Schutz

Das Influenzavirus ist vor allem für Menschen mit Vor-Erkrankungen, ältere Menschen sowie für Kleinkinder ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Besonders für diese Personengruppen ist daher eine zeitgerechte Impfung zu empfehlen. Dasselbe gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gesundheitsberufen, die sich auch zum Schutz der ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten impfen lassen sollten. Die Schutzwirkung tritt etwa 10 bis 14 Tage nach der Impfung ein. Impfungen bieten Hausärztinnen und –ärzte und die Ambulatorien der Wiener Gebietskrankenkasse an. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den KAV-Spitälern und Pflegewohnhäusern steht ein kostenloses Impfservice zur Verfügung.

Kostenlose telefonische Gesundheitsberatung unter der 1450

Rund um die Uhr kostenlos zur Verfügung steht das Gesundheitsservice der Stadt Wien unter der Rufnummer 1450. Gerade zur Grippezeit erhalten Anruferinnen und Anrufer hier wertvolle Informationen zu auftretenden Krankheitssymptomen sowie – wenn nötig – Unterstützung bei der Wahl des geeigneten Versorgungsangebots.

Einfache, aber wirksame Tipps: Hände waschen, regelmäßiges Lüften und gesunder Lebensstil

Übertragen wird die Grippe durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Typische Anzeichen einer Infektion sind plötzlich einsetzendes Fieber, Husten, Halsweh, Kopfweh, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost oder Appetitlosigkeit. Treten diese Symptome auf, sollte jedenfalls die Hausärztin / der Hausarzt aufgesucht werden, um über die weitere Therapie zu entscheiden. Zur Vorbeugung können einfache Tipps helfen: Regelmäßiges Hände waschen, der Verzicht auf Hände schütteln und regelmäßiges Lüften von Räumen zählen etwa dazu. Auch Taschentücher sollten nur einmal benutzt werden. Auch die Ernährung kann einen Beitrag leisten. Viel Flüssigkeit und reichlich Vitamine helfen.


 

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