Beitrag vom: 19.07.2019

Sicherheits-Check der Polizei in allen KAV-Spitälern

Ergebnisse der Fallkonferenz zur Messerattacke auf einen Arzt im KFJ

Sicherheits-Check der Polizei in allen KAV-Spitälern; Grafik: KAV

Der Übergriff auf einen Kardiologen im Kaiser-Franz-Josef Spital (KFJ) war heute Gegenstand einer fast dreistündigen Fallkonferenz. Mit dabei waren Vertreterinnen der Generaldirektion und Krankenhäuser, JuristInnen und SicherheitsexpertInnen sowie die ermittelnden Polizeibeamten und Beamten der Kriminalprävention.
 
Am Ende der Konferenz waren sich die ExpertInnen einig: die Messerattacke auf den Arzt im Kaiser-Franz-Josef-Spital war eine gezielte und geplante Tat, die nicht zu verhindern gewesen wäre. „Dennoch werden wir alles daran setzen, um das Risiko für Übergriffe auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu minimieren“, betonte KAV-Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb.
 
Sicherheits-Checks der Polizei sollen noch im Sommer starten
„Zu allererst werden wir alle KAV-Spitäler einem Sicherheits-Check durch die ExpertInnen der Kriminalpolizei unterziehen“, so Kölldorfer-Leitgeb. „Ich möchte von den Profis der Polizei wissen, wo wir zusätzliche Kameras, Alarmierungssysteme und eine bessere Ausleuchtung von Gebäudebereichen brauchen. Auch unsere Ausstattung mit Sicherheitspersonal sowie dessen Stationierung sollen die ExpertInnen bewerten“.
 
Eine weitere Maßnahme, die auf der Fallkonferenz beschlossen wurde, lenkt den Fokus auf die Ambulanzen. ExpertInnen werden die Prozessstruktur und Personalausstattung der hochfrequentierten Ambulanzen analysieren sowie PatientInnen und MitarbeiterInnen vor Ort befragen. „Wir möchten wissen, wie es den Menschen dort geht und was wir tun müssen, um Aggressionspotentiale abzubauen“, so Kölldorfer-Leitgeb.
 
Entlastung von Spitälern gefordert
Auch der immer stärker werdende Zustrom von Patientinnen und Patienten in die Spitalsambulanzen war Thema der Fallkonferenz. Darauf wurde nicht zuletzt mit der Aufstockung des Personalstandes reagiert. „Dennoch können wir mit der Schnelligkeit der Entwicklung nicht mithalten. Wir fordern daher eine Entlastung unserer Spitäler!“ unterstreicht die Generaldirektorin. Vor allem der niedergelassene Bereich müsse hier Verantwortung übernehmen.

 

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