Stephan-Rudas-Preis an Ursula Theiretzbacher

KAV - Presseaussendung vom 31.10.2018

Verleihung des JournalistInnenpreises für fundierte Berichterstattung über psychische Erkrankungen am „Tag der seelischen Gesundheit“ am 30.10.2018

Mit dem „Stephan-Rudas-Preis für fundierte Berichterstattung über psychische Erkrankungen“ sollen JournalistInnen ausgezeichnet werden, die differenzierte Beiträge zum Thema liefern und damit helfen, die Gesellschaft zu sensibilisieren. Etwa jede/jeder Dritte ist einmal im Leben von einer psychischen Krankheit betroffen. Während über körperliche Erkrankungen meist sehr offen gesprochen werden kann, erzählen psychisch Erkrankte nur ungern über ihren Leidensweg. Zu oft werden sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt, zu sehr hängt ihnen ein gesellschaftliches Stigma an. Wer eine psychische Krankheit hat, ist doch „selbst schuld“ heißt es dann oder wird als potenziell gefährlich wahrgenommen. Vorurteile, die auch in vielen Medien wiedergegeben werden.

Namensgeber des Preises ist der Wiener Psychiater Stephan Rudas. Er war maßgeblich an der Reform der Wiener Psychiatrie und am Ausbau der ambulanten Versorgungsstrukturen für psychisch Erkrankte beteiligt. Als Chefarzt der Psychosozialen Dienste war Stephan Rudas Zeit seines Lebens ein unermüdlicher Kämpfer, für einen fairen Umgang mit Betroffenen und für das Aufbrechen falscher Bilder in den Köpfen der Menschen.

Die Preisträgerin 2018: Ursula Theiretzbacher

Aus den heurigen Einreichungen wählte die siebenköpfige, multiprofessionelle Jury unter dem Vorsitz von Wolfgang Wagner, leitender Redakteur der Austria Presse Agentur, die ORF-Journalistin Ursula Theiretzbacher als Gewinnerin aus. Ihre Radiobeiträge beschäftigen sich mit Themen wie Selbstverletzung, ADHS und Essstörungen bei Männern.

Jurypräsident Wagner hob bei der Preisverleihung im Rahmen des Tags der seelischen Gesundheit im Wiener Rathaus die umfangreiche Recherche und die Vielzahl von Meinungen, die Ursula Theiretzbacher in die Gestaltung ihrer Beiträge einfließen ließ, hervor.

Überreicht wurde der Preis von Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, und Georg Psota, Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien.

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