Beitrag vom: 05.10.2018

Schwierigere Krankheitsverläufe bei Kindern von RaucherInnen

KAV-Studie zu Passivrauchen bei Kindern

Auch Passiv-Rauchen schadet, das ist allgemein bekannt. Welche Schäden das Mitrauchen auf Krankheitsverläufe von Kindern hat, hat der KAV nun in einer Studie nachgewiesen. Doz.in Angela Zacharasiewicz von der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Wilhelminenspital war dabei federführend. Gemeinsam mit Primarius Prof. Dr. Thomas Frischer, Dr. Clemens Mädel, Dr.in Katharina Kainz und Mag. Matthias Reinweber konnten negative Folgen des Passivrauchens nachgewiesen werden.

Die Studie wurde an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Wilhelminenspitals durchgeführt. Die Stichprobe bestand aus unter einjährigen Säuglingen mit akuten Symptomen einer Atemwegsinfektionen mit respiratorische Synzytial-Virus (RSV). Das mittlere Alter der Kinder war 3 Monate.

In enger Zusammenarbeit der MedizinerInnen Zacharasiewicz, Frischer, Mädel, Kainz mit dem Statistikexperten Reinweber wurden Werte der Kinder gemessen, ebenso das Rauchverhalten der Eltern erhoben. Durch Auswertung der Fragebögen konnte übrigens auch festgestellt werden, dass in 48 Prozent der Haushalte der Säuglinge geraucht wird.

Die Ergebnisse der Studie kamen mittels verschiedener Untersuchungen (Harnwerte, Sauerstoffsättigung) zustande. Erstmals konnten die KAV-Expertinnen und - Experten nachweisen, dass Kinder mit RSV-Infektionen, die Passivrauch ausgesetzt sind, eine signifikant geringere Sauerstoffsättigung und schlechtere klinische Werte aufweisen als Kinder ohne Passivrauchbelastung. Bei der Aufnahme wurde das Cotinin im Harn der Kinder - ein Indikator für kürzlich ausgesetzten Passivrauch - objektiv gemessen. Von 185 Kindern wurden immerhin 25 positiv auf Cotinin getestet. Eine weitere Erkenntnis aus der Studie ist, dass positive Cotinin-PatientInnen ein signifikant niedrigeres Geburtsgewicht aufwiesen.

„Rauchen Sie nicht, und rauchen Sie nicht vor Ihren Kindern“, appelliert Dr.in Angela Zacharasiewicz. „Sie schaden der Gesundheit Ihrer Kinder massiv und Ihrer eigenen ebenso.“

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