Neonatologische Versorgung in Wien sichergestellt

KAV - Presseaussendung vom 6.8.2018

Kinderabteilungen arbeiten beständig zusammen

Anlässlich des heutigen Medienberichts zur geburtshilflichen Versorgung im Krankenanstaltenverbund braucht es noch einige Fakten. Es gibt genügend geburtshilfliche Kapazitäten in Wien. Schwangere Frauen bekommen ihren Geburtsplatz, wenn auch nicht immer in ihrem Wunschspital. Zudem ist anzumerken, dass die Zahl der Geburten im ersten Halbjahr 2018 um drei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 gesunken ist. Derzeit wird die zentrale Geburtsanmeldestelle mit den Partnern Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und Vinzenz Gruppe fertiggestellt. Dadurch wird die Anmeldung für schwangere Frauen in Wien erleichtert, Doppel- und Mehrfachanmeldungen an verschiedenen Spitälern werden verhindert.

Im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) bieten fünf kinderheilkundliche Abteilungen hochspezialisierte medizinische Leistungen Früh- und Neugeborenen an. Aufgrund der medizinischen Entwicklung wird eine steigende Anzahl an Risiko- und Frühgeburten beobachtet. Als Folge erhöht sich der Bedarf an zusätzlichen SpezialistInnen für Neonatologie. Übliche Fluktationen können deshalb nicht einfach ausgeglichen werden. Die vorübergehende Schließung (14. – 27. August 2018) der Neonatologie Station am Kaiser-Franz-Josef-Spital wird von den übrigen Abteilungen innerhalb des KAV kompensiert. Insgesamt stehen im KAV 184 neonatologische Intensivüberwachungseinheiten und Intensivbehandlungseinheiten zur Verfügung.

Diese Sperre wird durch unsere Partnerstationen im Krankenanstaltenverbund kompensiert, so Michaela Riegler-Keil, Ärztliche Direktorin des Kaiser-Franz-Josef-Spitals: „Die Versorgung der frühgeborenen Kinder ist dank der routinemäßigen Zusammenarbeit der neonatologischen Abteilungen innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes gegeben.“

Der KAV verfügt über neonatologische Abteilungen im Donauspital, Wilhelminenspital, der Krankenanstalt Rudolfstiftung, im Kaiser-Franz-Josef-Spital und im AKH Wien. Die kurzfristige Sperre betrifft nur 8,7 Prozent der gesamten Bettenkapazität. Zusätzlich ist soeben die neonatologische Abteilung mit zehn Betten für Intensivüberwachung im St. Josef Krankenhaus (Vinzenz Gruppe) eröffnet worden. Partnerschaftlich betreuen die Abteilungen des KAV und der Vinzenz Gruppe schwangere Mütter und ihre auch frühgeborenen und kranken Kinder.

Der Zeitraum im August wird gleichzeitig genutzt, um die alljährlichen gesetzlichen Überprüfungen und Wartungen der medizintechnischen und technischen Geräte in den hochsensiblen Bereichen durchzuführen ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen. Die ärztliche Direktorin Riegler-Keil ergänzt: „Damit wird im Kaiser-Franz-Josef-Spital das exzellente Angebot unserer top-modernen Kinderintensivstation Ende August wieder für unsere Patientinnen und Patienten bereit stehen“.

Stefan Dorner, Ärztlicher Direktor des Wilhelminenspitals, sieht ebenfalls in der Zusammenarbeit der Abteilungen im KAV einen großen Vorteil: „Die Abstimmung der Fachabteilungen etwa der Gynäkologie und Neonatologie in den Fachkommissionen funktioniert sehr gut. So sind die Leistungen der Spitäler des KAV beständig auf die PatientInnen ausgerichtet.“ Im KAV wird die Ausbildung von NeonatologInnen verstärkt, ebenso werden die Anwerbemaßnahmen für das Kaiser-Franz-Josef-Spital intensiviert.

 

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