Erfolgreiche Sachkostenoptimierung im KAV

KAV - Presseaussendung vom 8.5.2018

142 Millionen Euro nachhaltig eingespart

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat in den vergangenen fünf Jahren ein erfolgreiches Sachkostenoptimierungsprojekt durchgeführt. Dabei wurden 142 Millionen Euro eingespart, und das bei gleich bleibender Qualität der Leistungen. Diese Einsparungen bleiben auch durch organisatorische Maßnahmen nachhaltig im Unternehmen verankert und wirken weiter. Der vorausgesagten Sachkostenentwicklung liegen der Branchenindex sowie das vorausgesagte Wachstum an eingekauften Mengen zugrunde.

Im Rahmen des Projekts wurden Sachkosten sowohl im klinischen als auch im nichtklinischen Bereich analysiert. Da im Jahre 2012 die Leistungsfähigkeit des KAV im Bereich Einkauf nicht ausreichte, um dieses Projekt abzuwickeln, wurde ein externes Beratungsunternehmen aufgrund einer EU-weiten Ausschreibung mit dem Projekt betraut. Dabei wurden viele Optimierungsideen von MitarbeiterInnen aufgegriffen und umgesetzt.

KAV-Generaldirektion setzt BeraterInnen gezielt ein – Nutzen klar ersichtlich

Der KAV vergibt nur in jenen Bereichen Beratungsleistungen, in denen gesetzliche Vorgaben erfüllt werden müssen (z. B. Wirtschaftsprüferinnen bzw. -prüfer) oder wo gezielt Unterstützung und Wissen benötigt wird (z. B. im Controlling großer Projekte). Das heißt diese zugekauften Leistungen haben für den KAV einen klar ersichtlichen Nutzen. Gerade das Sachkostenoptimierungsprojekt hat einen klaren wirtschaftlichen Nutzen für den KAV, seit 2013 konnten mithilfe externer Unterstützung ein Vielfaches der dafür ausgegebenen Kosten eingespart werden.

Der Stadtrechnungshof hat das Sachkostenoptimierungsprojekt anhand dreier ausgewählter Beschaffungsvorgänge geprüft. Dies bildet nur einen kleinen Ausschnitt des großen Gesamtprojektes ab, das hunderte Einzelinitiativen umfasst hat. Unter anderem aufgrund  neuer medizinischer Entwicklungen etwa im Bereich der Medikamente und der Implantate ist es trotz der Optimierungsstrategie zu einer weiteren Steigerung der Sachkosten gekommen. Neuentwicklungen sind teuer auf dem Markt gekommen, technische Weiterentwicklungen machen den breiteren Einsatz neuer Geräte möglich.

Die vom Stadtrechnungshof kritisierte Steuerung zu Beginn des Projektes wurde im Zuge der Fortdauer gestrafft und die Verantwortlichkeiten die Linienorganisation übergeführt. Das sorgte für klare Zuordnungen von Aufwänden und Nutzen im Bereich der Teilprojekte.

Beratungskosten fallen derzeit auch in einem SAP-Projekt an, das den Einkauf- und Bestellprozess sowie das Controlling unterstützt. Weitere Beratungsleistungen entfallen auf Expertinnen und Experten für Recht, Technik und Wirtschaft. Gerade im juristischen Bereich ist die externe Expertise im Vergabe- und Vertragsrecht bei den Ausschreibungen des KAV notwendig, ebenso Expertinnen und Experten im Zivil- und Schadenersatzrecht. Im technischen Bereich werden Leistungen zu Sicherheitstechnik, sowie die Vorbereitung von Grundlagen für Bauprojekte oder Liegenschaftsverwaltung zugekauft. Im Bereich Qualitätssicherung werden Zertifizierungen und externe Audits mit Schwerpunkt auf den klinischen Betrieb beauftragt.

Zentral in der Beauftragung ist, das Wissen sowie zusätzliche Kräfte projektbezogen von außen in den KAV zu holen. Das ermöglicht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KAV, sich auf die Kernaufgaben des KAV zu konzentrieren. Die Beauftragung von externen Beratungsleistungen wird streng nach dem Vergabegesetz abgewickelt.

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