Archivmeldung: Beitrag vom: 19.01.2018
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Winterdepression: Wenn sich die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt

Der Wiener Krankenanstaltenverbund bietet Hilfe, Beratung und Behandlung.

Symbolbild Winterdepression; Foto: iStock / closeupimages

Obwohl der Winter auch Spaß machen kann, leiden viele Menschen in dieser Jahreszeit. Die Gründe dafür sind vielfältig: die Tage sind kurz, oft grau und nebelig. Die ungemütlichen Temperaturen treiben die Menschen in ihre Häuser. Betroffen davon sind Menschen jeden Alters. Was, wenn sich die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt? Und wo ist die Grenze zwischen melancholischer Stimmung und echter Depression? Ab wann sollte man sich professionelle Hilfe holen? Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) bietet Hilfe, Beratung und Behandlung.

Tageslicht ist wichtig

KAV-Psychiater Kurt Stastka aus dem Kaiser-Franz-Josef-Spital erklärt den Unterschied zwischen depressiver Verstimmung und Depression: "Niedergeschlagenheit, Schwermut oder Traurigkeit sind ganz normale Emotionen und gehören im Leben genauso dazu wie Glücksgefühle und Frohsinn." Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass es im Winter aufgrund von Lichtmangel zu einem Absinken des Serotoninspiegels, dem sogenannten "Glückshormon" kommt. Deswegen rät er zu viel Bewegung im Freien. "Tanken Sie Tageslicht, auch wenn es kalt oder trüb ist. Tageslicht und regelmäßige körperliche Bewegung unterstützen offenbar den Körper Serotonin und andere wichtige Botenstoffe zu bilden und freizusetzen, was die Stimmung und das körperliche Wohlbefinden hebt", so der KAV-Psychiater.

Unterschied zwischen depressiver Verstimmung und Depression

Wenn man sich jedoch länger niedergeschlagen fühlt, die Freude an Sozialkontakten verloren hat, sich zu nichts aufraffen kann oder sich überfordert fühlt oder schuldig, könnte eine echte Depression dahinterstecken. Dazu kommen oft noch körperliche Symptome wie z. B. Müdigkeit, Schlafprobleme, Appetitlosigkeit oder Heißhunger. Der KAV-Experte Kurt Stastka rät im Zweifelsfall, bzw. wenn die Anzeichen länger als zwei Wochen andauern, zur ärztlichen Abklärung. "Scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Depressionen sind gut behandelbar. Bei leichteren Depressionen hilft oft eine psychotherapeutische Behandlung. Schweren  Depressionen  begegnet man mit einer Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten", so Stastka.

Psychiatrische Abteilungen im Wiener Krankenanstaltenverbund

In Wien erhalten rund 12.000 Menschen jährlich stationäre Hilfe an den psychiatrischen Abteilungen der KAV-Spitäler. Acht von zehn Betroffenen in Wien kommen von sich aus, weil sie auf die Qualität der Behandlung und Betreuung der KAV-ExpertInnen vertrauen.

Weitere Informationen: www.wienkav.at/kav/psychiatrische-versorgung

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