Beitrag vom: 09.10.2017

Notfallmedizin: Gemeinsam für eine optimale Notfallversorgung

Am 6. und 7. Oktober 2017 fanden die ersten Wiener NotärztInnentage statt.

Gemeinsam für eine optimale Notfallversorgung in Wien - das ist das Motto der 1. Wiener NotärztInnentage, die am 6. und 7. Oktober am Medizinischen Universitätscampus von AKH Wien und MedUni Wien stattgefunden haben.

v.l.n.r.: Klaus Markstaller, Herwig Wetzlinger, Markus Müller, Gabriela Kornek, Anton Laggner und Harry Kopietz; Foto: MedUni Wien / Matern Eines der bereits erfolgreich umgesetzten Projekte für die optimale Versorgung im Notfall ist, dass die selben Ärzte seit rund einem Jahr die Verunglückten bzw. die NotfallpatientInnen sowohl am Notfallort als auch in der Klinik betreuen – vom Einsatz im Notarztwagen bis hin zur weiteren Versorgung im Krankenhaus. „Unser Ziel ist eine bestmögliche präklinische Notfallversorgung für die Wiener Bevölkerung“, erklärte Symposiums-Leiter Klaus Markstaller, Leiter der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien / AKH Wien bei einer Pressekonferenz am Freitag.

Neben dem AKH Wien und der MedUni Wien sind in das Wiener Notfallkonzept auch der Wiener Krankenanstaltenverbund, die Berufsrettung Wien, die Wiener Berufsfeuerwehr und die Wiener Polizei mit eingebunden.

350 erfolgreiche Reanimationen - durch PolizistInnen

Ein weiteres Erfolgsprojekt ist jenes, das der Verein „PULS“ gemeinsam mit der Wiener Polizei umgesetzt hat: „First Responder Polizei Wien“.  In dessen Rahmen wurden Defibrillatoren in Polizeiinspektionen sowie mobil in Polizeiautos installiert, zudem gab es gezielte Schulungen für die Exekutivbeamten in den Kampf gegen den plötzlichen Herztod. Seit Start des Projekts im Jahr 2013 konnten Wiener PolizistInnen in mehr als 350 Fällen mit Hilfe eines Defis eine erfolgreiche Reanimation durchführen - damit wurde die Überlebensrate bei Herzstillstand fast verdoppelt.

Weitere Projekte wie diese sollen folgen, um die Qualität der Notfallversorgung in Wien zu sicher und zu stärken – so auch durch eine enge Zusammenarbeit von Notärzten mit der Spezialeinheit WEGA und dem Sonderkommando COBRA, um in etwaigen Krisen gut vorbereitet zu sein.

„Das Konzept der Notarzteinsatzfahrzeuge wurde von Seiten der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie entwickelt und gibt dem AKH Wien die Möglichkeit die PatientInnenströme bedarfsgerecht zu lenken“ so Herwig Wetzlinger, Direktor der Teilunternehmung AKH Wien.

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