Beitrag vom: 06.10.2017

Frauenberger: Das NotärztInnensystem in Wien ist nachhaltig gesichert

Halbjahresbilanz zeigt deutlichen Anstieg bei NotärztInnen und dichteres Rettungsnetz

Vor einem halben Jahr, am 1. April 2017, wurde das Wiener Notarztsystem umgestellt. Die Notärztinnen und Notärzte sind jetzt  nicht mehr in der Berufsrettung stationiert sondern in den Krankenhäusern des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). Der Beruf des Notarztes wurde in den letzten Jahren immer seltener ergriffen, es drohten personelle Engpässe. Durch die Umstellung gelang es nun, den Beruf deutlich attraktiver zu machen und die Zahl der Notärztinnen und Notärzte steigt. Nach diesem halben Jahr kann man eine sehr positive Bilanz ziehen – die Umstellung hat die Notfallversorgung in Wien gesichert.

Deutlich mehr NotärztInnen als vor einem halben Jahr

NotärztInnen mit Stadträtin für Soziales, Gesundheit und Frauen Sandra Frauenberger 
Foto : PID / Markus Wache Übernommen wurden vom KAV am 1. April 40 NotärztInnen-Dienstposten der Berufsrettung. Aktuell steht in den Standorten Krankenhaus Hietzing,  SMZ Floridsdorf, Donauspital und Wilhelminenspital ein Pool von 46 ÄrztInnen zur Verfügung, die Dienste in Noteinsatzfahrzeugen leisten. Hinzu kommen 30 NotärztInnen des AKH Wien, wo zwei Noteinsatzfahrzeuge stationiert sind. In Summe stehen derzeit 76 NotärztInnen in Wien im Dienst.

Diese Zahl konnte erreicht werden, weil nun die  ÄrztInnen sowohl in der Zentralen Notaufnahme eines Krankenhauses ihre Dienste versehen können, als auch am Noteinsatzfahrzeug. Durch die abwechslungsreichere Tätigkeit wird nicht nur die Attraktivität des Berufsbildes gesteigert, sondern auch die Arbeit von Zentralen Notaufnahmen und NotfallmedizinerInnen im Feld enger verzahnt. Das führt zu einem verstärkten Austausch und damit zu einem höheren Wissenstransfer zwischen den Disziplinen. Damit gelingt es auch, gemeinsam Routinen und Abläufe zu entwickeln, die optimal an die Anforderungen an die Notfallmedizin angepasst sind.

Wie viele Noteinsatzfahrzeuge sind im Dienst?

Seit der Umstellung im April konnte die Anzahl der rund um die Uhr eingesetzten Noteinsatzfahrzeuge auf sieben erhöht werden (hinzu kommt untertags und bei gutem Flugwetter noch der Helikopter). Das Ziel von mindestens sechs Noteinsatzfahrzeuge konnte damit in kurzer Zeit übererfüllt werden. Der weitere Ausbau der Kapazitäten ist bereits im Gange.

NotarztInnen-Beruf ist keine Sackgasse mehr

Die bereits jetzt einsetzende hohe Nachfrage nach der NotärztInnen-Ausbildung und nach Praktika in diesem Bereich zeigt deutlich, dass die Strategie das Berufsbild attraktiver zu machen, funktioniert. Bei den InteressentInnen ist angekommen, dass ein Engagement als NotärztIn nicht in eine Sackgasse führt, dass also Entwicklungsperspektiven vorhanden sind.

Gerade junge ÄrztInnen erkennen den Mehrwert für ihre Laufbahn und wollen die Chance nutzen, sich Expertise aus der Notfallversorgung anzueignen, bevor sie in andere Bereiche gehen.

 


 

Verantwortlich für diese Seite:
Vorstandsbereich Kommunikation - Internet (Generaldirektion)