Beitrag vom: 27.07.2017

Welt-Hepatits-Tag: Beste medizinische Behandlung in allen KAV-Spitälern

Heuer steht dieser Tag unter dem Motto: "Hepatitis eliminieren"


Rund um den Welt-Hepatitis-Tag werden die unterschiedlichsten Aktivitäten gesetzt, um das Bewusstsein für diese Erkrankungen in der Bevölkerung zu schärfen. Heuer steht der Welt-Hepatitis Tag am 28. Juli unter dem Motto "Hepatitis eliminieren". 

Hepatitis – Lebererkrankung mit verschiedenen Ursachen

Hepatitis bedeutet entzündliche Schädigung der Leber. Die häufigsten Auslöser sind Virusinfektionen, daneben spielen Alkohol und Fehlernährung (Softdrinks) eine immer größere Rolle. Seltener sind Autoimmunerkrankungen oder Medikamente verantwortlich.

Hepatitis A (HAV) kann in der Regel über kontaminierte Lebensmittel bei schlechten Hygienebedingungen oder durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen sowie sexuell übertragen werden, heilt aber immer aus und führt nur vorübergehend zur Leberentzündung. Diese kann bei Erwachsenen schwer verlaufen. Eine Impfung ist verfügbar. 

Hepatitis B (HBV) ist die weltweit häufigste Hepatitis und kann über Blut und Körperflüssigkeiten, aber auch während der Geburt übertragen werden. Über 90 Prozent der Infektionen heilen spontan, das Virus hinterlässt aber genetische Spuren und kann bei schlechter Immunlage reaktiviert werden. Weniger als 10 Prozent der Infizierten entwickeln eine chronische Entzündung. Mit hochwirksamen antiviralen Medikamenten kann bei diesen Patientinnen und Patienten die Krankheitsaktivität jedoch unterdrückt, und das langfristige Risiko von Leberzirrhose und Leberkrebs reduziert werden; Medikamente zur Heilung der Infektion sind noch in Entwicklung. Wie bei vielen anderen Krankheiten ist auch bei der Hepatitis B Vorbeugen besser als behandeln. Die Impfung schützt sicher und wurde im österreichischen Impfplan aufgenommen.

Die in Österreich häufigste Virushepatitis ist die Hepatitis C mit etwa 40.000 – 60.000 Infizierten. Hepatitis C wird über Blut und Blutprodukte übertragen, so auch durch Drogeninjektion. Unbehandelt kann die Hepatitis C bei einem Teil der Betroffenen Leberzirrhose oder Leberkrebs auslösen. Eine effektive Therapie ist verfügbar; es gibt aber keine Impfung.

Die seltene Hepatitis E wird meist von (Wild)-Tieren übertragen und heilt in der Regel spontan, chronische Infektionen wurden erst in den letzten Jahren erkannt.

Bestens behandelt in allen städtischen Krankenhäusern

In allen Schwerpunktspitälern der Stadt Wien gibt es Spezialabteilungen mit hepatologischem Schwerpunkt und Ambulanzen für Lebererkrankungen. Patientinnen und Patienten erhalten dort eine komplette Abklärung, werden hochqualitativ betreut und nach dem aktuellen medizinischen Stand beraten. Gerade auch in der Hepatologie hat die Medizin in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.

KAV-Experte Ludwig Kramer, Abteilungsvorstand der 1. Medizinischen Abteilung mit Gastroenterologie im Krankenhaus Hietzing: "Die Behandlung der Hepatitis C ist ein spektakulärer Fortschritt in der Medizin. Mit wenigen hochwirksamen Tabletten ist es möglich, innerhalb von acht bis zwölf Wochen mehr als 95 Prozent der infizierten Patientinnen und Patienten meist ohne Nebenwirkung zu heilen. Dies ist eine unglaubliche Entwicklung, denn das Virus wurde erst 1988 entdeckt."

Neben der Prävention ist es wichtig, dass Lebererkrankungen rechtzeitig festgestellt und behandelt werden. "Lebererkrankungen können jede und jeden betreffen. Wer von der Erkrankung nichts weiß, kann diese auch an andere weitergeben. Deshalb werden neben Impfungen auch Risikominimierung sowie regelmäßige Blutuntersuchungen empfohlen", so Kramer.


Verantwortlich für diese Seite:
Vorstandsbereich Kommunikation - Internet (Generaldirektion)