Beitrag vom: 26.07.2017

KAV-Wilhelminenspital gipst jetzt "Bio"

Biogips im Wilhelminenspital; Foto: KAV / Martina Cerny Im Wilhelminenspital des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) wird seit Kurzem biologisch abbaubares Material eingesetzt, um Knochenbrüche zu versorgen. „Der neue Gips hat sowohl für die Patientinnen und Patienten, als auch für das Personal und nicht zuletzt für die Umwelt zahlreiche Vorteile“, weiß Prim. Priv.-Doz. Dr. Franz Kralinger, Vorstand der unfallchirurgischen Abteilung im Wilhelminenspital.

Biogips im Wilhelminenspital; Foto: KAV / Martina Cerny

 „Die neuen Gipse werden auf Basis von Holz hergestellt, sind leicht formbar und leicht nachformbar“, so Dr. Kralinger. „Die Gipse werden in einem speziellen Ofen erwärmt, die Wärme macht sie sehr gut formbar. Nach dem Anpassen an die betreffende Körperstelle wird das Material durch Abkühlung hart – und ist übrigens auch wasserfest. Muss ein Gips neu angepasst werden, etwa durch das Nachlassen einer Schwellung, kann dasselbe Material wieder verwendet werden. Kunststoffgipse müssen dagegen jedes Mal neu angelegt werden.“ 


(Video: Copyright: Stadt Wien/Bohmann Verlag)

Biogips im Wilhelminenspital; Foto: KAV / Martina Cerny

Einfachere Handhabung

„Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Handhabung der neuen Gipse einfacher als bei herkömmlichen Plastikgipsen“, sagt Dr. Kralinger. „Durch das biologisch abbaubare Material auf Basis von Holz ist auch das Tragen von Handschuhen oder Masken nun nicht mehr nötig.“ Nicht nur in der Anwendung bringen die neuen Gipse zahlreiche Vorteile, auch die Umwelt profitiert: Das Material ist biologisch abbaubar und muss nicht, wie die Plastikgipse, als Sondermüll entsorgt werden.

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