Beitrag vom: 14.06.2019

KAV gibt Hitzetipps

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Herz-Kreislauf entlasten

Wasserglas mit Zitrone; Foto: Berwis / pixelio.de

Wenn die Temperaturen tagsüber über die 30°C Marke klettern, es in der Nacht kaum abkühlt und das bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit, dann wird der Körper auf eine harte Probe gestellt. Das schwüle Wetter mit seinen typischen Wärmegewittern stellt für das Herz und seinen Kreislauf eine besondere Belastung dar. Vor allem ältere Menschen, Übergewichtige und Herz-KreislaufpatientInnen leiden unter diesen Wetterbedingungen. Herzinfarkt-PatientInnen sind dreimal häufiger als andere Menschen von diesen Klimabedingungen betroffen. BluthochdruckpatientInnen belastet Hitze ebenfalls besonders stark.

Der Organismus versucht den Körper durch Schwitzen zu kühlen. Das verdunstete Wasser enthält aber auch viele Salze, sogenannte Elektrolyte, die der Körper für verschiedene Aufgaben benötigt. Es ist deshalb sehr wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen - am besten zwei bis drei Liter am Tag - um die verlorengegangenen Salze wieder zu ersetzen. Hierfür eignet sich beispielsweise eine Mischung aus Fruchtsaft und Wasser im Verhältnis 1:3, die man unkompliziert selbst zubereiten kann.

Wenn der Flüssigkeitsmangel und der Salzverlust zu hoch sind, droht ein Zusammenbruch des Blutkreislaufs, ein Kreislaufkollaps. Aus verschiedenen Ursachen kann nicht genügend Blut in das Gehirn gelangen. Die/der Betroffene erleidet plötzlich starken Schweißausbruch, ihr/ihm wird schwindlig und schwarz vor den Augen und sie/er verliert schließlich das Bewusstsein.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte die/der Betroffene in den Schatten gelegt werden. Die Beine können dabei etwas höher gelagert werden als der Kopf. Kühle, feuchte Tücher auf die Stirn, auf den Nacken und um die Waden bringen erste Erleichterung. Kommt die/der Kollabierte nicht rasch wieder zu sich, muss umgehend die Rettung gerufen werden.


KAV-Tipps auf einen Blick

  • Luftbewegung kühlt: am frühen Morgen oder in der Nacht lüften;
    tagsüber Fenster eher geschlossen halten, dazwischen nur
    kurzzeitig lüften; Ventilatoren verwenden, aber nicht ständig im
    direkten Luftzug sitzen ("steifer Nacken")
  • Erfrischung zwischendurch: Handgelenke und Unterarme ein paar
    Minuten unter fließendes kühles Wasser halten; kühle Fußbäder
    machen; ein feuchtes Tuch im Nacken oder auf der Stirn erfrischt
    und kühlt; gelegentlich die Beine hochlagern
  • Ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr: täglich
    mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen; Wasser,
    verdünnte Obst- und Gemüsesäfte trinken; Tee (Früchtetee,
    Grüntee, Kräutertee) lauwarm trinken; Kaffee und schwarzen Tee
    nur in geringen Mengen zu sich nehmen; Alkohol und eiskalte
    Getränke vermeiden
  • Leichte Speisen: Salate, Früchte, Gemüse und Fisch bevorzugen;
    Milchprodukte, wie Joghurt und Buttermilch, zu sich nehmen;
    Vermeidung von fetten Speisen
  • HausärztIn aufsuchen: bei ersten Anzeichen von Schwindel oder
    Übelkeit umgehend die/den HausärztIn aufsuchen

 


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