Beitrag vom: 09.06.2017

Neue Knieprothese für Allergiker und junge PatientInnen

Christian Berger; Foto: privat

Für Patientinnen und Patienten mit Metallallergien und junge Betroffene bietet der Wiener Krankenanstaltenverbund nun völlig neue künstliche Kniegelenke an.Künstliche Kniegelenke aus Keramik: Das bietet der Wiener Krankenanstaltenverbund nun Patientinnen und Patienten, die auf Metalle allergisch reagieren. Auch junge Menschen profitieren vom neuen Gelenk, denn seine Lebensdauer ist weitaus höher als jene von Metallimplantaten. „Die ersten dieser neuen Prothesen aus einer speziellen Keramik haben wir bereits erfolgreich implantiert. Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, freut sich Christian Berger, Vorstand der Orthopädischen Abteilung im Donauspital. Er verpflanzt mit seinen Teams die künstlichen Kniegelenke exklusiv für den Wiener und ostösterreichischen Raum.

Kniegelenk aus Keramik; Foto: privat

„Die fast unzerstörbaren Keramik-Gelenke kommen vor allem bei Personen mit speziellen Formen von Metallallergie und besonders jungen Patientinnen und Patienten zum Einsatz“, erläutert Berger.

Höhere Lebensqualität

„Auch junge Patientinnen und Patienten, die zum Beispiel nach Unfallverletzungen ein neues Gelenk benötigen, profitieren von der langen Lebensdauer dieses Keramik-Knies. Ich erwarte eine deutlich verlängerte Standzeit der Implantate und weniger aufwendige  Wechsel-Operationen, um verschlissene Komponenten zu  tauschen. Das erhöht die Lebensqualität“, sagt der Primar vom Donauspital. Gegenüber den Metall-Prothesen verursachen die Keramik-Prothesen um 75 Prozent weniger Abrieb, das verlangsamt den Verschleiß deutlich. Metallimplantate haben aber auch weiterhin ihre Berechtigung, nicht zuletzt, weil die Keramik-Prothesen teurer sind. Apropos Kosten: Die Krankenkassen zahlen die neuen Keramikprothesen.

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