Beitrag vom: 11.04.2019

11. April ist Welt-Parkinson-Tag

Parkinson beschrieb die Erkrankung erstmals im Jahr 1817 und wurde damit zu ihrem Namensgeber

Am 11. April, dem Geburtstag von James Parkinson, wird alljährlich der Welt-Parkinson-Tag begangen.

Die Grundlage der Parkinson-Krankheit ist ein schleichender Verlust von Dopamin-haltigen Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) des Mittelhirns. Die Ursache ist bis heute nicht völlig geklärt. Jedoch weiß man über die Veränderungen immer mehr, die sich in den betroffenen Nervenzellen am Weg zur Parkinson-Krankheit abspielen. Eine zentrale Rolle spielt ein gestörter Abbau von Zellbestandteilen, v. a. von Eiweißen. Vereinfacht könnte man sagen, dass die Müllabfuhr der Zelle nicht mehr funktioniert und damit der Zellstoffwechsel überlastet wird. In den Zellen sammeln sich krankhafte Eiweißkörper an. Ist dieser Prozess im Gehirn einmal in Gang gesetzt, so scheint er sich über Jahre von Zelle zu benachbarter Zelle auszubreiten.

Die Diagnose der Parkinson-Krankheit wird durch die Neurologin bzw. den Neurologen gestellt, wenn die typischen Symptome Bewegungsarmut, Muskelsteifheit und Zittern auftreten. Charakteristischerweise betreffen diese Symptome zunächst nur eine Körperseite und machen sich als Steifigkeitsgefühl in einem Arm oder Bein, einem Kleinerwerden des Schriftbildes, Ungeschicklichkeit, Zittern oder zunehmend starre Mimik bemerkbar. Nach Monaten oder Jahren ergreifen die Symptome auch die andere Körperseite. Der Gang wird zunehmend kleinschrittig, die Haltung vornübergebeugt. Stürze stellen ein Hauptproblem in der Spätphase der Erkrankung dar.

Die Therapie der Krankheit richtet sich nach mehreren individuellen Aspekten: Sowohl das Alter in dem Parkinson erstmals auftritt ist entscheidend, als auch die Dauer der Erkrankung und ihre Symptome. Medikamentös wird u.a. mit Dopaminersatzstoffen behandelt, es kommt aber auch die Kombination verschiedener Präparate in Frage. Zudem wird mit der tiefen Hirnstimulation und Pumpentherapien gearbeitet. Neu erprobt werden etwa Gentherapien und eine Parkinsonimpfung.

Parkinson-Ambulanzen im Wiener Krankenanstaltenverbund

Verantwortlich für diese Seite:
Vorstandsbereich Kommunikation - Internet (Generaldirektion)