KAV zu Stadtrechnungshofberichten: Empfehlungen sind oder werden umgesetzt

Archivmeldung: KAV - Presseaussendung vom 18.1.2017
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Sachliche Kritik wird aufgegriffen, Polemik hilft PatientInnen nicht

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sieht in den Berichten des Stadtrechnungshofes wichtige Instrumente, um Verbesserungen im Sinne der Patientinnen und Patienten zu erreichen. Der Blick von Außen, den der Stadtrechnungshof an die Themen legt, ist eine wichtige Ergänzung zu den KAV-eigenen internen Verbesserungsprozessen. Der Zeitraum der Prüfungen liegt in den meisten Fällen weit vor dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Berichte, heißt es aus dem KAV. Viele Themen hat der KAV daher oft schon selbst angegangen, hat die Kritik samt Empfehlungen des Stadtrechnungshofes bereits umgesetzt oder auf Schiene gebracht.

Der KAV findet es sehr bedauerlich, dass aus den vorliegenden Berichten aus parteipolitischen Gründen oft nur gewisse Passagen zitiert werden. Wie der KAV die Themen löst, wäre aber genauso im Interesse der Patientinnen und Patienten. In der Frage der Verweildauer nach Hüft- und Knieoperationen beispielsweise hat der KAV bereits in der Vergangenheit Maßnahmen gesetzt, um die Verweildauern zu verkürzen. Zwei Projekte hatten eine Senkung der Verweildauern zur Folge, der KAV wird auch die vom Stadtrechnungshof empfohlenen weiteren Maßnahmen aufgreifen, um die Verweildauern weiter zu senken - das Wohl der PatientInnen steht im Vordergrund.

Für unberechtigte Panikmache hat der KAV keinerlei Verständnis. Die Ausstattung mit Strahlentherapiegeräten wird derzeit ausgebaut, um auch zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Bei den Wartezeiten bei der Strahlentherapie hält der Stadtrechnungshof selbst fest, dass eine einheitliche Definition von vertretbaren Wartezeiten oder verbindliche medizinische Richtlinien dazu nicht vorliegen. Und nicht jede Zeitspanne ohne strahlentherapeutische Behandlung, z. B. zwischen Diagnose und erster Bestrahlung, ist Wartezeit. Die Zeit wird in den meisten Fällen mit anderen gegen den Tumor gerichteten Therapien genutzt, die das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten sollen. Das heißt: Während der Wartezeiten erfolgt zwar keine radioonkologische, sehr wohl aber eine onkologische Betreuung. Für die Bewertung der Dauer der Wartezeiten unterscheidet der Stadtrechnungshof auf Basis von Definitionen von Fachexpertinnen und -experten vertretbare Wartezeiten und kritische Wartezeiten. Kritische Wartezeiten - so auch der Stadtrechnungshof - liegen oft auch an externen Gründen, zum Beispiel besondere Terminwünsche, späte Anmeldungen, verzögerte Diagnoseerstellung von außerhalb. In rund 60 Prozent der Fälle von „kritischen Wartezeiten“ liegen derartige externe Ursachen vor. Zur optimalen Auslastung der Geräte hat der KAV eine eigene Person befasst, die Termine werden grundsätzlich sehr effizient, nahtlos aufeinander folgend eingeteilt und vergeben, das bestätigt auch der Stadtrechnungshof.

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