Eröffnung der Allgemeinmedizinischen Akutversorgung im AKH Wien

KAV - Presseaussendung vom 13.12.2016

Neue Versorgungsmöglichkeit für Patientinnen und Patienten in Wien

Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, die Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse, Ingrid Reischl, und die Ärztliche Direktorin des AKH Wien, Gabriela Kornek, eröffneten heute die Allgemeinmedizinische Akutversorgung (AMA) in den Räumlichkeiten des AKH Wien. Die AllgemeinmedizinerInnen der AMA stehen ab sofort Patientinnen und Patienten außerhalb der üblichen Ordinationszeiten des niedergelassenen Bereichs sowie an Wochenenden und an Feiertagen zur Verfügung. „Rund 40 Prozent der Patientinnen und Patienten in der Notfallambulanz des AKH bedürfen keiner Behandlung durch das Spital. Mit der Allgemeinmedizinischen Akutversorgung wird diesen Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung angeboten. Die AMA steht in einer direkten Reihe mit den Kindernotdiensten und den Primärversorgungszentren, um die Ambulanzen der Krankenhäuser zu entlasten. Letztendlich geht es aber darum, die Primärversorgung zu stärken, um Patientinnen und Patienten, die nicht unbedingt im Spital versorgt werden müssen, in den niedergelassenen Bereich umzulenken“, so Wehsely.

Die Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse Ingrid Reischl begrüßt die Eröffnung der Allgemeinmedizinischen Akutversorgung am AKH Wien als weiteres Kooperationsprojekt der WGKK mit der Stadt Wien. "Den Patientinnen und Patienten bringt die neue Einrichtung ab sofort eine allgemeinmedizinische Akutversorgung außerhalb der üblichen Ordinations-zeiten sowie an Wochenenden und Feiertagen.“ Dieses Modell hat sich bei der Gesundheitsversorgung von Kindern bereits bewährt. Reischl: "Die Kindernotdienste am AKH und im Kaiser-Franz-Josef-Spital wurden erfolgreich ausgebaut - das Angebot wird von der Bevölkerung gut angenommen und entlastet die Spitäler". Reischl ist es besonders wichtig zu betonen, dass die Akutversorgung vor allem als Übergangslösung zu verstehen ist, um rasch auf die Bedürfnisse der Wienerinnen und Wiener zu reagieren. "Vorrangiges Ziel bleibt es, im Rahmen der Gesundheitsreform weitere Primärversorgungs-Einrichtungen auf den Weg zu bringen."

Die AMA als Versorgungsalternative zur Notfallmedizin soll dazu beitragen, dass sich die Wartezeiten für tatsächlich spitalspflichtige Patientinnen und Patienten reduzieren und das Personal in der Notfallaufnahme des AKH Wien zu jenen Tageszeiten entlastet wird, in denen eine hohe Anzahl an Patientinnen und Patienten die Notfallambulanz aufsuchen. Ärztliche Direktorin Gabriela Kornek: „Wir erwarten eine deutliche Entlastung der Notfallaufnahme des AKH Wien, damit wir uns verstärkt jenen Patientinnen und Patienten widmen können, die die Expertise und Infrastruktur einer Universitätsklinik dringend benötigen“.

Wo es möglich ist, werden die PatientInnen von den AllgemeinmedizinerInnen der AMA behandelt. PatientInnen, bei denen nach erfolgter Begutachtung durch die ÄrztInnen der AMA eine weiterführende, nicht akute fachärztliche Behandlung erforderlich ist, werden niedergelassenen Fachärztinnen und -ärzten zugewiesen. Sollte eine akute fachärztliche Behandlung erforderlich sein, werden die Patientinnen und Patienten zur Betreuung an die Notfallambulanz weitergeleitet. In den ersten Wochen nach der Öffnung der AMA konnte an der Notfallambulanz des AKH Wien eine Reduktion des PatientInnenaufkommens um 27 Prozent beobachtet werden.

Die Ärztinnen und Ärzte der AMA werden über den ÄrztInnenfunkdienst zur Verfügung gestellt und je nach Tageszeit sind in der Akutversorgung ein bis zwei Ärztinnen und Ärzte tätig. Die Betriebszeiten der AMA sind werktags von 16-22 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 10-22 Uhr im Ambulanzbereich 6B, der tagsüber der Nachbehandlung der unfallchirurgischen Patientinnen und Patienten dient.

Rathauskorrespondenz vom 13.12.2016 
 

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