3. Wiener SchülerInnenpflegesymposium

am: 12.5.2010
um: 08.30-16.00
Ort: Rathaus der Stadt Wien, großer Festsaal, Lichtenfelsgasse 2, 1010 Wien

„Zukunft der Pflege aus der Perspektive der SchülerInnen“

Essstörung und Alkohol, Foto: Johann VoglUnter dem Motto „Pflege baut Brücken“ fand am 12. Mai 2010, dem „International Nurses Day“ (Internationaler Tag der Pflege) das nunmehr 3. Wiener SchülerInnen-Pflegesymposium der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen der Stadt Wien statt. Den eleganten Rahmen für insgesamt ca. 600 SchülerInnen, VertreterInnen aus Praxis, Lehre, Forschung und Management bildete der Festsaal des Wiener Rathauses.

Die Initiatorin des Symposiums, Mag.a Sabine Schweiger, akademische Lehrerin für GuKP am Wilhelminenspital eröffnete das Symposium und wies darauf hin, dass die präsentierten Themen die Pflegeausbildung und die Pflege selbst bewegen und somit für den Lebens- und vor allem für den Pflegealltag nachhaltig und bedeutsam sind.

„Pflege braucht Engagement und Motivation, um die Professionalisierung des Berufsstandes voranzutreiben und den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden. Damit das gelingen kann, benötigt man eine solide Ausbildung sowie innovative und engagierte Lehrpersonen“, dankte Oberin Betty Hochegger im Namen der Generaldirektion des Wiener KAV den OrganisatorInnen des Symposiums.

Die Moderatoren der Schule für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege am SMZ - Baumgartner Höhe führten kompetent und spritzig durch das Programm. Schwungvolle, kreative Präsentationen  inhaltlich professionell gestalteter Inhalte sind durch intensive Kommunikation, wertvolle Teamarbeit und wissenschaftliche Begleitung der LehrerInnenteams entstanden, um der Pflege „eine Stimme in der Gesellschaft zu geben“. Die Themen der Präsentationen waren weit gespannt: pädagogische Entwicklungen in der theoretischen Ausbildung zur Verbesserung des Wissenstransfers, Biographiearbeit als Brücke vom Gestern zum Morgen, Präventivmaßnahmen bei Essstörungen, Umgang mit Alkohol und Burnout, gesundheitsförderliches Empowerment und Partizipation im Schulsetting einschließlich Powernappings bis zu pflegewissenschaftlichen Themen wie Literaturbewertung und Evaluation eines in der Praxis angewendeten Sturzassessements. Die SchülerInnen stellten ihre Themen souverän und energiegeladen vor. Interaktivität wurde auch von den Zuhörern gefordert, indem man die Energiebahnen am Körper aktivieren musste oder durch Arm- und Beinbeugen ein gesunder Herzrhythmus nachgeahmt werden musste. Einige Themen wie Burnout und Alkohol führten zu hitzigen Diskussionen im Publikum.

Das Symposium zeigte deutlich, welches innovative und kreative Potenzial in den zukünftigen Diplomierten Pflegepersonen steckt, die sich anhand ihrer Themenschwerpunkte umfassend mit neuen Entwicklungen und Verfahren, aber auch dem Präventivgedanken in der Pflege auseinandergesetzt haben. Weiters wurde transparent, dass in der heutigen Zeit Lernen in der Ausbildung  ohne Pflegewissenschaft als Grundlage und Forschungsgegenstand undenkbar ist.

Im Rahmen des Symposiums wurde wieder der Fachbereichsarbeitspreis vergeben. Die Finalisten präsentierten ihre Fachbereichsarbeiten und im Anschluss daran wurde die Prämierung vorgenommen. Diese Idee, Auszeichnungen für herausragende Leistungen zu vergeben, wurde von Mag.a Lisa Potzmann schon 2006 ins Leben gerufen und von Mag.a Angelika Obermayer und Andrea Maier-Hebky weitergeführt. 11 Schulen des Wiener KAV haben dabei anonym 20 Fachbereichsarbeiten eingereicht und von einer Fachjury bewerten lassen. Die besten drei Finalisten gewannen für ihre besonderen Leistungen in der Ausbildung einen Geldbetrag sowie ein Buch und ein kreatives Kunstwerk.

Der erste Preis, dotiert mit 1000 €, gesponsert von der AK-Wien, wurde von Gerda Mostbauer an Sonja Schossmaier, Absolventin der allgemeinen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am SMZ- Baumgartner Höhe, für ihre Arbeit: „Professionelle Pflege macht die Kompression erst wirksam“ überreicht.

Der zweite Preis, dotiert mit 600€ , gesponsert vom ÖGB Hauptgruppe II, wurde von Bernhard Harreither an Karin Trojan, Absolventin der allgemeinen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am KH Hietzing, für ihre Arbeit: „L(i)ebenswerte Langzeitpflege“ überreicht. Den dritten Preis, dotiert mit 400€, ebenfalls gesponsert von der AK-Wien, gewann Michael Matschi, Absolvent der allgemeinen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am AKH, für seine Arbeit: „Beschwerdemanagement“.

Eine Vision, die 2006 zum ersten Mal realisiert wurde, hat sich damit national dynamisch weiterentwickelt und ist ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Darstellung von Pflegeausbildung und Pflegepraxis geworden. Es wird eine interessante Herausforderung, auch in den nächsten Jahren diese wichtige Botschaft einer Berufsgruppe zu transportieren, die in unserer Gesellschaft steigende Bedeutung erlangen wird und für die es daher umso wichtiger werden wird, Ausbildungswege anzubieten, die attraktiv und konkurrenzfähig sind - national wie international. 

1. Präsentation_SZX (936kB-PDF) 

2.Präsentation_AKH (182kB-PDF)

3.Präsentation_SZB (633kB-PDF)

4.Präsentation_KHR (2.6MB-PDF)

5.Präsentation_SKJP (1.3MB-PDF)

6.Präsentation_GKPS YBBS (3.6MB-PDF)

7.Präsentation_SMZ Ost (2.1MB-PDF)

8. Präsentation_WIL (5.1MB-PDF)

9.Präsentation_KES (1.7MB-PDF)

1. Preis FBA_Professionelle Pflege macht Kompression erst wirksam (258kB-PDF)

2. Preis FBA_L(i)ebenswerte Langzeitpflege (2.9MB-PDF)

3. Preis FBA_Beschwerdemanagement (592kB-PDF)

© Mag.a Birgit Wawschinek-Steuding

 

 

 

Beitrag vom: 18.05.2010

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Mag.Birgit Wawschinek-Steuding (Schule WIL)