Geschichte

"Gründliches Wissen und bestes Können zu vermitteln...

1924
... und Pflegestätte wahrer Menschlichkeit zu sein". Dies sind die Worte der Gedenktafel im Eingangsbereich der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Lainz.
Am 16. Mai wurde die dritte Schule der Stadt Wien durch den damaligen Stadtrat für das Wohlfahrtswesen, Professor Doktor Julius Tandler, unter Bürgermeister Karl Seitz, ihrer Bestimmung übergeben. Sie liegt zirka 15 Gehminuten vom Krankenhausareal entfernt in der Jagdschloßgasse 25. 3-jährige Lehrgänge sowie 1- und 2-jährige Fortbildungskurse werden eingeführt. Ein handschriftlich angelegtes Buch mit Aufzeichnung über Absolventen, Prüfungen und Namen der Prüfer und Vortragenden existiert heute noch. Krankenpflege wird von einem Arzt - Professor Doktor Reitter - unterrichtet.

1928
Zum ersten Mal wird Krankenpflge von einer Krankenschwester, Oberschwester Kürer, unterrichtet.

1939
Letzte Eintragung eines regulär geführten Lehrganges. Bis 1945 fand zwar eine Ausbildung der so genannten "Braunen Schwestern" statt, doch fehlen darüber jegliche Aufzeichnungen. Das Schulgebäude wurde durch die Kriegswirren stark beschädigt und war zuerst von russischen, später von englischen Truppen besetzt.

1945
Wiederaufnahme des Unterrichts nach dem 2. Weltkrieg. Krankenpflege wird von einer Lehrschwester, Renate Broer, unterrichtet.

1949/50
Renovierung
des Gebäudes: Unterrichtet wird provisorisch in einem Krankensaal im Pavillin III des Krankenhauses Lainz, als Internat diente Pavillon XIV des Pflegeheimes Lainz.

1951

Festakt am 30. Mai, Bürgermeister Doktor h.c. Theodor Körner und der amtsführende Stadtrat für Gesundheitswesen,Vizebürgermeister Lois Weinberger, übergeben das Schulgebäude neuerlich seiner Bestimmung.

 

1965

Einführung eines „Vorpraktikums“, ab 1969 „Krankenpflegevorschule“ genannt, für 15-Jährige, die sich für den Beruf der Krankenpflege interessieren. Disloziert am Pflegeheim Lainz finden 19 Monate dauernde Ergänzungslehrgänge und die Ausbildung von StationsgehilfInnen und Operationsgehilfen statt.

 

1971

Ausbildung zum Krankenpflegefachdienst auf dem 2. Bildungsweg nach § 12a des Krankenpflegegesetzes 1969. Am 3. November beginnt an unserer Schule der 1. Lehrgang der Stadt Wien. Geprüfte StationsgehilfInnen können das Diplom auf diesem Weg erlangen.

 

1972
Die allgemeine Krankenpflegeausbildung erfährt eine entscheidende Veränderung und wird auf vier Jahre ausgedehnt. Das „Erste Ausbildungsjahr“, das der Vertiefung der Allgemeinbildung dient, wird an unserer Schule an Stelle der Krankenpflegevorschule bis 1985 mit jährlich einer Klasse eingeführt. In der 3-jährigen Fachausbildung wird Pflege als eigenständiger Beruf angestrebt. Die Zahl der Unterrichtsfächer steigt um mehr als das Dreifache. Das Berufsbild der Lehrschwester verändert sich. An Stelle der „Wiederholungsstunden“ medizinischer Fachvorträge steht nun eigenständiges Unterrichten von allgemeiner und spezieller Pflege.

 

1988
Feierliche Eröffnung des Schulzubaues durch Gesundheitsstadtrat Univ.-Prof. Dr. Alois Stacher. Zum ersten Mal „Tag der offenen Tür“. Erstes Fortbildungsseminar - „Altenpflege für Krankenpflegepersonen“. Jährlich ein Seminar und Nachfasstage, Sitz des gleichnamigen Arbeitskreises seit 1987.

 

1989
Die ersten männlichen Pflegeschüler werden aufgenommen.

 

1991
20 Jahre 2. Bildungsweg wird gefeiert. Abhaltung von Nostrifikationslehrgängen, eine Klasse pro Jahr. Die Pflegehelferausbildung (früher StationsgehilfInnen) wird an das Pflegeheim Lainz abgegeben.

 

1992
1. Fortbildung „Fachpraktische Schüleranleitung im stationären Bereich“ disloziert von der Akademie für Fort- und Sonderausbildungen für diplomierte Pflegepersonen, aus dem Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, Pflegeheim Lainz und dem Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel.

 

1994
70 Jahre Schule Lainz - Ehrengäste wie Bürgermeister Dr. Helmut Zilk, Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder, Generaldirektor Diplomkaufmann Dr. Heinz-Georg Nägler und Primar Dr. Ludwig Kaspar, Generaloberin Charlotte Staudinger, Oberin Irma Magenbauer, um nur einige zu nennen, feierten mit uns. Das „Wiener Posaunen-Ensemble“ - Markus Pichler, sorgt für die musikalische Umrahmung, Schüler geben gekonnt Einblick in den Schulalltag. Zum 1. Mal wird eine umfassende Chronik verfasst und erste Leitbildgedanken formuliert. Zum 1. Absolvententreffen - das seither jährlich im September stattfindet – wird eingeladen.Viele folgten dieser Einladung, unter den Gästen eine Absolventin die 1927 ihr Diplom erhielt. Ergänzungsausbildung zur Aufschulung von StationsgehilfInnen zu Pflegehelfer/innen. 180 Personen absolvieren diese Ausbildung.

 

1997
Die Eigenständigkeit der Pflege wird durch das neue Gesundheits- und Krankenpflegegesetz festgeschrieben. Das Berufsbild wird dadurch deutlich verändert, die Tätigkeitsbereiche klar definiert. Die Berufsbezeichnung nimmt Bezug auf den gesundheitsfördernden Tätigkeitsbereich in der Pflege - Krankenschwestern/-pfleger führen ab nun die Berufsbezeichnung „Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester/ Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger“. Die Bezeichnung „Lehrschwester/ Lehrpfleger“ wird durch die Berufsbezeichnung „Lehrer/ Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege“ ersetzt.

 

1998

Der 1. Lehrgang nach dem neuen Gesetz mit der Dauer von 3 Jahren startet im September. Ein neu konzipiertes Auswahlverfahren, das seit rund 3 Jahren an unserer Schule erprobt wurde, unterstützt bei der Bewerberauswahl.

 

1999
2x im Jahr - März und September - wird ab nun den Bewerbern ein Ausbildungsbeginn angeboten. Die Ausbildungsverordnung zum neuen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz bringt zahlreiche Veränderungen. „Pflege“ bildet den Schwerpunkt in der Ausbildung - die neuen Fächer „Pflegewissenschaft und Forschung“, „Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung“, „Strukturen und Einrichtungen des Gesundheitswesens“,  „Palliativpflege“, „Pflege von alten Menschen“, „Hauskrankenpflege“ ergänzen das Hauptfach „Gesundheits- und Krankenpflege“. Medizinische und sozialwissenschaftliche Fächer unterstützen ein solides Basiswissen, schulautonome Schwerpunkte werden definiert. Neu ist auch die Diplomprüfung, die aus 3 Teilbereichen besteht, der mündliche Teil überprüft das fachliche Wissen, die praktischen Fertigkeiten und Fähigkeiten werden in direkter Pflege beim Patienten überprüft. Das Verfassen der schriftlichen Fachbereichsarbeit setzt die persönliche Auseinandersetzung mit einem pflegerelevanten Thema voraus. Die besten dieser Arbeiten werden in der Schulbibliothek archiviert.

 

2000
1. Lehrgang „Verkürzte Ausbildung für Pflegehelfer/innen“ gemäß § 44 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz 1997.

 

2001
1. Weiterbildung „Zum/r Praxisanleiter/- in im Gesundheits- und Krankenpflegebereich“ im stationären Bereich (bisher Fortbildungskurs). Diese Ausbildung wird bedarfsorientiert angeboten, bisher fanden 6 Kurse statt.

 

2004
Das Seminar „Altenpflege für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe“ wird zum ersten Mal nach einem neu erarbeiteten Konzept angeboten.

 

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