Beitrag vom: 11.05.2017

Internationalisierung in der Pflegeausbildung durch das World Wide Web

Der Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege am SMZ-Süd nützt das World Wide Web zum internationalen Austausch mit einem Pflegeexperten aus Schottland.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Leben mit chronischer Krankheit“ im FH-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege fand erstmalig eine Skype-Videokonferenz mit einem ausgewiesenen international publizierenden Pflegeexperten, Prof. Dr. Austyn Snowden, dem Leiter des Studienzweiges Psychiatriepflege an der School of Health and Social Care in Edinburgh, Napier University, zum Thema Konkordanz statt. Die Konkordanz wurde von ihm als erweitertes Konzept zur Adhärenz identifiziert.

Dabei geht es um die Frage, wie das Gesundheitspersonal durch sein Verhalten und seine Einstellung eine Übereinstimmung mit chronisch kranken Menschen zu einem alltagstauglichen Therapieregime finden kann. Die Studierenden beschäftigten sich im Vorfeld mit den dazu von Prof. Dr. Snowden veröffentlichten Studien, um daraus abgeleitet kritische Fragen zur Umsetzung der Konkordanz in die Praxis zu kreieren. Gut vorbereitet folgten die Studentinnen und Studenten den Ausführungen Prof. Dr. Snowdens via Beamer und Leinwand. Dabei traten die Studierenden mit Ihren Fragen in einen lebhaften und fruchtbaren Diskurs mit Prof. Dr. Snnowden. Dabei stellte sich heraus, dass das Konzept der Konkordanz ein sehr vielversprechendes Modell zur Findung eines umsetzbaren Therapieregimes für die Nutzerinnen und Nutzer des Gesundheitssystems ist. Damit das Konzept der Konkordanz jedoch in der Praxis Anwendung finden kann, sind weitere Forschungen und Analysen für die Umsetzung in der Praxis notwendig.

Sowohl für Lehrende wie für Studierende stellte die Skype-Konferenz eine erste positive Erfahrung zur bewusst angestrebten Internationalisierung des Gesundheits- und Krankenpflegestudiums dar. Ermöglicht wurde dies durch die Kooperation mit der KAV-IT, namentlich durch Herrn Andreas Wallner, dem an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön ausgesprochen werden soll. Ein großer Dank gebührt ebenso Prof. Dr. Snowden, der sich unkompliziert, unbürokratisch und unentgeltlich zu dem Austausch mit unseren Studierenden bereit erklärt hat und eine Stunde seines wissenschaftlichen Know-hows zur Verfügung gestellt hat. Der Kontakt zur Napier University in Schottland soll aufrechterhalten werden und weiteres internationales Know-how auch aus anderen Teilen der Welt in künftige Lehrveranstaltungen mit einfließen.

Die Lehrveranstaltungsleiterinnen, Edeltraud Scharinger, MScNMag.a Christine Schnürer-Amstler

Verantwortlich für den Bericht: Renate Büchl; Wolfgang Korbel-Schindler, BScN; Edeltraud Scharinger, MScN

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