Beitrag vom: 23.03.2017

AKH Wien - Simulationstraining für Kindernotfälle

Simulationstraining für Kindernotfälle vereint Auszubildende der Krankenpflege und Studierende der Medizin

Foto bzw. Grafik ohne Erläuterung

Simulationstraining, Foto: Dr. Michael Wagner / AKH Wien

Seit dem Wintersemester 2016 finden an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde des AKH Wien und der MedUni Wien interprofessionelle Simulationstrainings mit Schülerinnen und Schülern der Schule für Kinder-und Jugendlichenpflege am AKH Wien und Studierenden der MedUni Wien statt. In diesen Übungssequenzen wird ein pädiatrisches Simulationstraining mit dem Fokus auf Kindernotfälle durchgeführt, dass durch eine Lehrerin oder einen Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege und eine Medizinerin oder einen Mediziner interdisziplinär begleitet wird.

Leiter des Projekts, Dr. Michael Wagner von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde des AKH Wien und der MedUni Wien erklärt den Zugang: „Um kritische Situationen in der Pädiatrie zu meistern, erfordert es Erfahrung, Routine und ein erfahrenes eingespieltes Team. Durch medizinische Simulation kann Erfahrung frühzeitig in einem geschützten Bereich aufgebaut werden, damit der ‚Erstfall nicht zum Ernstfall‘ wird“.

Auf eine kurze Einführung zum Thema kritisch krankes Kind folgt ein praktisches Training an der Simulationspuppe. Kindernotfälle werden im Simulationsraum der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am „SimBaby“ trainiert. Die Szenarien werden per Video aufgezeichnet und anschließend mittels Videoanalyse und einer strukturierten Nachbesprechung („Debriefing“) besprochen, wobei der Fokus auf die Kommunikation und die Teamarbeit gelegt wird.

In diesen Trainings findet nicht nur ein hohes Maß an Theorie-Praxis-Vernetzung statt, sondern werden die Folgen einer gut funktionierenden interprofessionellen Zusammenarbeit auf das Patientinnen-Outcome unmittelbar sicht- und erlebbar. Kompetenzen werden trainiert und erweitert, die Kommunikation in der Notfallsituation perfektioniert, Fehlerquellen reduziert und entsprechend reflektiert.

Das Pilotprojekt ist auf Initiative von Dr. Michael Wagner in Zusammenarbeit mit Prof.in Ulrike Salzer-Muhar (Leiterin Bereich Lehre Kinderklinik, wissenschaftliche Leiterin der Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege), Prof.in Angelika Berger (Leiterin der Klinischen Abteilung für Neonatologie, Kinderklinik) und Mag.a Michaela Bilir (Direktorin der Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege) sowie Claudia Chlebecek, MSc und Mag. Helmut Beichler (Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege) entstanden. Unterstützend hat das Simulationsteam der Kinderklinik zur Durchführung dieses Projekts beigetragen.

Hier der Link zur Homepage der MedUni Wien: www.meduniwien.ac.at 


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