Die E-Health Strategie der Stadt Wien

Die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) bringt neue Chancen. Ebenso wie im Verwaltungsbereich (E-Government) kann dem Bürger mit Hilfe dieser neuen auf Internet basierenden Technologien (E-Health) der Zugang zu den Leistungen des Gesundheitswesens erleichtert werden. Die Europäische Union hat in ihrem Aktionsplan i2010 den Vorgaben zu E-Health Maßnahmen und Empfehlungen festgehalten, an deren Umsetzung die einzelnen Mitgliedstaaten nun intensiv arbeiten.

Diese Konzepte sehen neben der europäischen und der nationalen Ebene auch den Aufbau einer lokalen bzw. regionalen E-Health Strategie vor. Eine Wiener E-Health Strategie (141kB-PDF) liegt seit Oktober 2007 in einem ersten Konzept.
Zur Festlegung von Prioritäten für anstehende Projekte, welche für die Weiterentwicklung und Ausweitung von E-Health in Wien von herausragender Bedeutung sind, wurde ein geeignetes Gremium, das Wiener E-Health Strategie-Board eingerichtet. In diesem Board sind neben dem Magistrat der Stadt Wien (BST, MD-OS/IKT, MA24, KAV-GED/IKT) auch die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Medizinische Universität Wien (MUW) vertreten. Das Board soll der Kern einer Plattform für die wiener Gesundheitsdiensteanbieter bilden und die strategischen Vorgaben konkretisieren. Das primäre Ziel ist die weitgehend elektronische Kommunikation zwischen den professionellen Leistungserbringern des Gesundheitswesens und des Sozialbereichs.


Vier Leitprojekte sind derzeit definiert, die konkrete Umsetzungen für den patientenbezogenen Informationsaustausch zum Inhalt haben:

1. Elektronische Kommunikation zwischen KAV und Hanusch-Krankenhaus:
Ziel ist die Eröffnung eines elektronischen Zugangs für behandelnde Ärzte zu relevanten PatientInnenbriefen, Vorbefunden und –bildern von vorangegangenen Spitalsaufenthalten oder –besuchen aus der jeweils anderen Institution. mehr>>

2. Elektronische Kommunikation zwischen KAV und Hanusch-Krankenhaus und den in Wien niedergelassenen Ärzten – Weiterbehandlung im Niedergelassenen Bereich:
Ziel ist es niedergelassenen Ärzten einen elektronischen Zugang zu den relevanten PatientInnenbriefen, Vorbefunden und –bildern aus vorangegangenen Spitalsaufenthalten oder –besuchen im KAV oder dem Hanusch-Krankenhaus zu ermöglichen. mehr>>

3. Elektronische Kommunikation zwischen KAV und Fachärzten, Labor- und Röntgeninstituten – Vorbereitung auf eine Behandlung im Spital:
Ziel ist der elektronische Befund- und Bildversand von vorbereitenden Untersuchungen im extramuralen Bereich für geplante Behandlungen (z.B. Operationen) im Spital. mehr>>

4. Elektronische Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Sozialen Diensten - Systematischer standardisierter Informationstransfer:
Ziel ist die Verbesserung der Kommunikation zwischen den Sozialen Diensten und den Spitälern für PatientInnen mit erhöhtem Betreuungsaufwand. Die Informationen sollen sowohl beim Übergang von der Pflege zu Hause in das Spital als auch umgekehrt, also beim Übergang von der Betreuung im Spital in die Betreuung zu Hause, zeitgerecht bereit stehen. mehr>>
   

Wiener Krankenanstaltenverbund Verantwortlich für diese Seite:
Dipl.Ing.in Herlinde Toth